Nicht alle Grünen aber der "Mainstream der Grünen Politik" hat sich aus Sicht der 67-Jährigen in die falsche Richtung entwickelt und sei "problematisch". Die Themen der Grünen wie Umwelt- und Tierschutz und soziale Gerechtigkeit seien weiterhin ihre Herzensanliegen, betonte die Ex-Bundessprecherin der Grünen. Daneben setzt sich die neue Liste für eine Aufarbeitung der Corona-Zeit und eine aktive Friedenspolitik sowie eine militärisch und politische Neutralität ein. "Es muss eine Versöhnung geben", sagte Petrovic in Bezug auf die Corona-Zeit, dazu sei es aber nötig anzusprechen, was passiert sei, nämlich dass Menschen für ihre wissenschaftliche Meinung ihren Beruf verloren hätten als Schauspielerin, Arzt oder Journalist.
Wien/St. Pölten
Ex-Grünen-Chefin Petrovic präsentierte eigene Liste
Ex-Grünen-Chefin Madeleine Petrovic macht ihrer früheren Partei Konkurrenz: Sie will mit einer eigenen Liste bei der Nationalratswahl im Herbst antreten. Petrovic sprach am Freitag bei einer Pressekonferenz von einem "unvermeidlichen" Schritt angesichts der zunehmenden "Entfremdung" zwischen ihr und den Grünen im Parlament. Als Gründe dafür nannte sie vor allem die "Erodierung" bei den Grundrechten im Zuge der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie.
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