"Wir warnen die Konfliktparteien: Jeder Mensch hat das Recht auf ein Leben in Sicherheit und Frieden. Es darf nicht sein, dass sie entführt, getötet oder als menschliche Schutzschilde missbraucht werden. Auf Menschen, die humanitäre Hilfe leisten, darf nicht geschossen werden. Leider verlor bereits ein Sanitäter im Einsatz sein Leben", so Schöpfer. "Nach dem Humanitären Völkerrecht ist es absolut verboten, Zivilisten in einen bewaffneten Konflikt hineinzuziehen." Bei Staaten könne man voraussetzen, dass sie die völkerrechtlichen Regeln kennen und beachten, bei lokalen Terrorgruppen nicht. Dies sei "nicht zu billigen, aber wir haben die Situation".
Chronik
Rotkreuz-Appell an Konfliktparteien: Völkerrecht einhalten
Rotkreuz-Präsident Gerald Schöpfer ist "zutiefst erschüttert" über die jüngsten Krisenschauplätze im Erdbebengebiet Afghanistans sowie in Israel bzw. rund um den Gaza-Streifen. Die Lage für die Zivilbevölkerung sei da wie dort äußerst dramatisch, sagte er bei der Jahrespressekonferenz des Österreichischen Roten Kreuzes (ÖRK) am Dienstag in Wien. In einem Appell an die Konfliktparteien forderte er die Einhaltung des Humanitären Völkerrechts.