Verspätungen, Flug- oder Zugsausfälle, Überbuchung, Nichtbeförderung, fehlende Informationen über Fahr- und Fluggastrechte, fehlende Hilfeleistungen oder Nichteinhaltung der Rechte von Menschen mit Behinderungen. All das sind Fälle, bei denen die apf in den vier Verkehrsbereichen vermitteln kann. Insgesamt 4.264 Schlichtungsverfahren wurden eröffnet, 3.000 mehr als noch 2021, berichtete Maria-Theresia Röhsler, Leiterin der apf bei einer Pressekonferenz am Mittwoch in Wien. Vor der Pandemie sowie 2020 waren es jedoch noch mehr gewesen. Im Vorjahr wurden somit im Schnitt zwölf Verfahren pro Tag eröffnet. "Angesichts des gestiegenen Reiseaufkommens im Jahr 2022 war leider auch mit einem Anstieg an Unregelmäßigkeiten zu rechnen", sagte Röhsler. Ein Großteil der Entschädigungen entfällt auf Verfahren zu kurzfristigen Flugausfällen. Im Durchschnitt dauert ein Verfahren bei der apf 31 Tage - eine deutliche Verbesserung zum Wert des Vorjahres (87 Tage).