Die Umweltschützer präsentierten am Vortag eines weiteren weltweiten Klimastreiks an diesem Freitag die Ergebnisse einer Umfrage (Ideale Barometer) mit der P&B Agentur für Kommunikation. Im "Sorgenranking" rangierte das Klima dabei hinter Ängsten um die wirtschaftliche Situation, die gesellschaftliche Stimmung und das politische Klima, hieß es in einer Pressekonferenz in Wien. Diese Themen bereiten demnach rund 70 Prozent Sorgen.

Umwelt- und Klimaschutz sei für 83 Prozent der Bevölkerung wichtig. Im Alltag hätten derzeit jedoch andere Themen mehr Relevanz: die Energiepreise und Angst, dass man selbst oder jemand aus dem Umfeld armutsgefährdet wird zum Beispiel.

81 Prozent sind aber weiter überzeugt, "dass wir unseren Planeten zerstören" und 77 Prozent denken, "dass man jetzt handeln muss, da es ansonsten zu spät ist". 90 Prozent glauben, dass jede und jeder Einzelne etwas beitragen kann. Zwei Drittel der Befragten tun ihrer eigenen Wahrnehmung nach schon viel für Klima und Umwelt. Knapp die Hälfte zeigte "moderate Bereitschaft", sich künftig einzuschränken. Ein Viertel signalisierte sogar, zu größeren Einschränkungen bereit zu sein.

Dass die Klimakrise nur durch eine weltweite Anstrengung aufgehalten werden kann, sehen 86 Prozent so. Gerade einmal ein knappes Viertel sei aber der Meinung, dass in Österreich schon genug getan wird. Rund zwei Drittel finden, dass Politik und Wirtschaftsvertreter das Thema "nicht ernst genug nehmen".

Global 2000-Klimasprecher Johannes Wahlmüller sieht einen Handlungsauftrag. "Es ist zudem wichtig, die Vorteile von Lösungen aufzuzeigen. Die Energiewende in Österreich ist umsetzbar, leistbar und macht uns unabhängig von Energieimporten. Klimaschutz ist die Antwort auf viele der Krisen, die bei den Menschen gerade sehr präsent sind."

Die Corona-Pandemie bereitet laut Umfrage derzeit übrigens 30,5 Prozent der Befragten Sorgen. Wegen Kriminalität sorgen sich 55,9 Prozent.