Die Kombination aus bereits merklich gestiegenen Durchschnittstemperaturen, zuletzt vermehrt trockenen Jahren, tendenziell mehr und längeren Hitzewellen und einem vielerorts für diese Bedingungen nicht gut aufgestellten Baumbestand hat in einigen Gegenden Österreichs, wie dem Wald- und Mühlviertel oder im Alpenvorland, schon starke Waldschäden verursacht. Wie es im größeren Maßstab in Europas Wäldern angesichts des Klimawandels weitergeht, hat ein Forschungsteam um den österreichischen Forstwissenschafter Rupert Seidl anhand von Waldsimulationen auf Basis von Satellitendaten untersucht.
Wien/München
Klimawandel wird Waldschäden auch hierzulande anfachen
Selbst unter eher optimistischen Annahmen zur Temperaturzunahme bis zum Jahr 2100 dürften Brände, Stürme und Borkenkäfer-Befall Europas Wälder noch stärker unter Druck setzen, wie eine neue Studie im Fachmagazin "Science" zeigt. Selbst wenn das Plus knapp unter zwei Grad Celsius bliebe, würden pro Jahr künftig 216.000 statt 180.000 Hektar Wald geschädigt. Auch hierzulande wäre vor allem im Flach- und Hügelland mit starken Störungen zu rechnen, so ein Studienautor zur APA.
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