Gezählt werden die Tiere nicht mit dem Klemmbrett. Vielmehr werden in den einzelnen Revieren das ganze Jahr über detaillierte Listen zum Tierbestand geführt. Für die Inventur werden diese Daten in einer speziellen Tierbestandsliste, dem sogenannten Institutional Collection Plan (ICP), zusammengetragen und ausgewertet. "Der ICP ist ein wichtiges Werkzeug jedes wissenschaftlich geführten Zoos. Jede Tierart erfüllt bestimmte Kriterien: Sie kann stark gefährdet sein, einen hohen edukativen Wert haben, mit Artenschutz- oder Forschungsprojekten verknüpft sein oder als Flaggschiffart einen ganzen Lebensraum repräsentieren. Der ICP hilft uns, unseren Tierbestand langfristig zu entwickeln", erläuterte Tiergartendirektor Stephan Hering-Hagenbeck. Im ICP ist außerdem festgehalten, ob es für die Tierart ein Erhaltungszuchtprogramm gibt und welchen Gefährdungsstatus sie laut der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN und laut der Roten Liste Österreich aufweist.