Gezählt werden die Tiere nicht mit dem Klemmbrett. Vielmehr werden in den einzelnen Revieren das ganze Jahr über detaillierte Listen zum Tierbestand geführt. Für die Inventur werden diese Daten in einer speziellen Tierbestandsliste, dem sogenannten Institutional Collection Plan (ICP), zusammengetragen und ausgewertet. "Der ICP ist ein wichtiges Werkzeug jedes wissenschaftlich geführten Zoos. Jede Tierart erfüllt bestimmte Kriterien: Sie kann stark gefährdet sein, einen hohen edukativen Wert haben, mit Artenschutz- oder Forschungsprojekten verknüpft sein oder als Flaggschiffart einen ganzen Lebensraum repräsentieren. Der ICP hilft uns, unseren Tierbestand langfristig zu entwickeln", erläuterte Tiergartendirektor Stephan Hering-Hagenbeck. Im ICP ist außerdem festgehalten, ob es für die Tierart ein Erhaltungszuchtprogramm gibt und welchen Gefährdungsstatus sie laut der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN und laut der Roten Liste Österreich aufweist.
Wien
6.239 Tiere bei Inventur im Zoo Schönbrunn gezählt
Von winzigen Nguru-Zwergchamäleons bis zu den Großen Pandas: Einmal jährlich wird im Tiergarten Schönbrunn eine Bestandsaufnahme aller tierischen Bewohner durchgeführt. Demnach leben dort 6.239 Tiere aus 502 Arten und Haustierrassen, hieß es in einer Aussendung am Donnerstag. Die Mehrheit machen mit 2.842 Individuen Fische aus, dazu kommen 801 Reptilien und 687 wirbellose Tiere wie Quallen, Insekten oder Korallen. Weiters gibt es 677 Vögel, 621 Säugetiere und 611 Amphibien.
© APA/TIERGARTEN SCHÖNBRUNN