Mair hatte eine "Vollkaskomentalität" geortet. Wer leichtfertig und trotz Warnungen - etwa bei Lawinenwarnstufe vier, also großer Gefahr - ins Gelände fahre und einen Sucheinsatz auslöse, der müsse das finanziell spüren. Denkbar sei für sie, dass Versicherungen in solchen Fällen aussteigen. "Wenn Tourengeher oder Variantenfahrer bei Stufe vier im Gelände einen Einsatz auslösen, sollen sich die Versicherungen ihr Geld zurückholen", meinte die Landesrätin.
Innsbruck/Österreich
Nach Lawinen: Alpin-Organisationen gegen Landesrätin-Vorstoß
Nach den vielen Lawinenabgängen mit toten Wintersportlern und damit verbundenen Einsätzen, vor allem in Tirol, wird weiter über mögliche Konsequenzen diskutiert. Der Vorschlag von Tirols Sicherheitslandesrätin Astrid Mair (ÖVP), Regressforderungen bei Einsätzen in Verbindung mit grober Fahrlässigkeit zu stellen, stieß am Freitag bei den Alpinorganisationen auf Ablehnung. Eine "Bestrafung" oder "Kriminalisierung" sei nicht zielführend, hieß es.
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