Die Patientinnen und Patienten wurden zu Beginn und am Ende ihrer Therapie befragt. Depressive Symptome sowie Angstsymptome hätten signifikant abgenommen, und die Funktionsfähigkeit im Alltag habe sich deutlich verbessert, berichtete Humer. Wohlbefinden, Lebenszufriedenheit und innere Stabilität nahmen im Lauf der Therapie zu. Die Ergebnisse seien mit internationalen Studien vergleichbar, klinisch relevante Verschlechterungen seien nur selten aufgetreten. In Österreich werde der überwiegende Teil der Psychotherapien in den niedergelassenen Praxen durchgeführt, unterstrich Humer die Bedeutung der Studie für die Berufsgruppe. In die Untersuchung flossen alle in Österreich zugelassenen 23 Therapiemethoden mit ein.
Salzburg
Ambulante Psychotherapie verbessert psychische Gesundheit
Im Jahr 2024 waren rund 23 Prozent der Menschen in Österreich von einer psychischen Erkrankung betroffen. Eine aktuelle Studie zeigt nun erstmals, dass die ambulante Psychotherapie in den Praxen wirksam ist. Die Untersuchung in den Jahren 2020 bis 2024, an der 87 Psychotherapeuten und 163 Patienten teilgenommen haben, ergab eine signifikante Verbesserung der psychischen Gesundheit, sagte Studienautorin Elke Humer am Donnerstag bei einem Pressegespräch in Salzburg.
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