Die Staatsanwälte sind der Ansicht, dass beim Transport des Organs von Bozen nach Neapel etwas schiefgelaufen sei. Das Spenderherz soll in einer einfachen Kühlbox aus Hartplastik transportiert worden sein. Das Gefäß war einem ähnlich, das man benutzt, um Getränke und Speisen bei Ausflügen kühl zu halten. Ein Foto der Box wurde von italienischen Medien veröffentlicht.
Rom/Bozen/Neapel
Ermittlung nach missglückter Herztransplantation in Italien
Nach der missglückten Herztransplantation bei einem zweijährigen Buben in Neapel, der am Samstag gestorben ist, laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Inspektoren des italienischen Gesundheitsministeriums besuchten das Krankenhaus Bozen, in dem im Dezember das Spenderherz entnommen worden war. Als das Organ in Neapel ankam, wurde es dem kleinen Buben transplantiert, doch es war beschädigt, wie die Ermittler in Neapel feststellten. Innsbrucker Ärzte wurden ebenfalls befragt.
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