An der viel zitierten Qualität "mangelt es nicht", betonte Wissenschafts- und Frauenministerin Eva Maria Holzleitner (SPÖ) im Klub der Bildungs- und WissenschaftsjournalistInnen. Zwischen dem "Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft" am 11. Februar und dem "Internationalen Frauentag" am 8. März wurde dort über "Frauen in der Wissenschaft - der dornige Weg zur Gleichstellung" gesprochen. Der Ausgangspunkt: Mittlerweile sind in Österreich mehr als die Hälfte der Studierenden weiblich, weiter oben auf der akademischen Karriereleiter reduziert sich der Anteil dramatisch auf in etwa ein Viertel Frauen - hier manifestiert sich die berüchtigte "Leaky Pipeline".
Wien
Qualität in Forschung weiter durch Männergruppen definiert
Das Bild des unbeirrt arbeitenden (männlichen) Forschers, der der Sache auch die Familie unterordnet, spielt im Wissenschaftsbetrieb immer noch eine Rolle. Forschende Frauen scheiden auch heutzutage noch vielfach aus, je höher es auf der Karriereleiter geht. Der Forderung nach Quoten wird oft mit Befürchtungen zu sinkender wissenschaftlicher Qualität begegnet. Diese werde aber noch meist "von Männergruppen" definiert, erklärte die Physikerin Francesca Ferlaino am Montagabend.
© APA/Franz Reiterer/Wissenschaftsjournalisten-Klub