Die Ergebnisse wurden kürzlich im Fachmagazin "Microplastics and Nanoplastics" veröffentlicht. Untersucht wurden die schädlichen Auswirkungen von MNP an einem Mausmodell mit Colitis ulcerosa, einer der häufigsten Formen chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen. Die Studie befasste sich mit Polystyrolpartikeln unterschiedlicher Größe, die oral verabreicht wurden. Polystyrol ist ein weit verbreiteter Kunststoff, der z. B. häufig für Lebensmittelverpackungen wie Joghurtbecher, Fleischschalen oder Take-away-Boxen verwendet wird. Die umfangreichen molekularen und histologischen Analysen des Forschungsteams lieferten Hinweise auf Wechselwirkungen zwischen MNP und Darmentzündungen.
Wien
Plastikpartikel können Darmentzündungen verstärken
Plastikpartikel können die Immunzellen und das Mikrobiom des Darms beeinflussen und so Entzündungen verstärken, zeigt eine am Donnerstag vorgestellte Studie. Ein Forschungsteam unter Leitung der Medizinischen Universität Wien und der Universität Wien hat dafür einen möglichen Zusammenhang zwischen der steigenden Zahl von Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen und der zunehmenden Belastung durch Mikro- und Nanoplastik (MNP) untersucht.
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