Den Informationen zufolge hat sie in einer symbolischen Geste dabei geholfen, Hilfsgüter für Gaza zusammenzupacken. Jolie bedankte sich demnach für die Bemühungen Ägyptens. Sie habe zudem die entscheidende Rolle der Freiwilligen und Mitarbeiter bei der effizienten Organisation und Verteilung der Hilfsgüter trotz der zahlreichen Herausforderungen gelobt.
Am Abend wird sie im Krankenhaus im nahe gelegenen al-Arisch erwartet. Dort will sie ägyptischen Angaben zufolge verletzte Palästinenser aus dem Gazastreifen treffen.
Jolie war über viele Jahre Sondergesandte des UNO-Flüchtlingshilfswerks UNHCR. Auch heute besucht sie immer wieder Konflikt- und Krisenregionen weltweit, um auf das Leid von Zivilistinnen und Zivilisten aufmerksam zu machen.
Rafah ist der einzige Grenzübergang des Gazastreifens, der nicht direkt nach Israel führt. Im Zuge des Gazakriegs wurde der Übergang geschlossen. Hilfslieferungen werden derzeit zwar in Rafah abgewickelt, gelangen aber nur durch den nahe gelegenen und von Israel kontrollierten Grenzübergang Kerem Schalom an die notleidende Bevölkerung. Menschenrechts- und Hilfsorganisationen fordern seit langem eine Öffnung des wichtigen Übergangs in Rafah.
Auslöser des Kriegs war das Massaker der Hamas und anderer extremistischer Organisationen in Israel, bei dem am 7. Oktober 2023 rund 1.200 Menschen getötet und mehr als 250 weitere in den Gazastreifen verschleppt wurden. Israel reagierte mit massiven Luftangriffen und Bodeneinsätzen im Gazastreifen. In den zwei Jahren des Gazakriegs wurden laut lokaler Behörden mehr als 70.000 Palästinenser getötet. Seit dem 10. Oktober 2025 gilt eine Waffenruhe. Es kommt jedoch weiterhin zu gewaltsamen und auch tödlichen Vorfällen.