SOS-Kinderdorf bestätigte der APA acht intern dokumentierte und anerkannte Opferschutzfälle im Zusammenhang mit dem Gründer. Die Vorwürfe beziehen sich auf vier Standorte in Österreich in einem Zeitraum aus den 1950er- bis 1980er-Jahren. Die Betroffenen hatten sich im Rahmen des Opferschutzverfahrens bei SOS-Kinderdorf gemeldet, das wiederum ihre Schilderungen geprüft hat. Schlack unterstrich, dass es sich dabei nicht um gerichtliche Urteile oder forensische Überprüfungen handle, allerdings waren die Angaben so glaubhaft, dass man den Betroffenen bis zu 25.000 Euro zahlte und Therapiestunden übernahm.
Wien
SOS-Kinderdorf stellt sich nach Vorwürfen völlig neu auf
Nach den Missbrauchs- und Gewaltvorwürfen gegen einzelne Einrichtungen von SOS-Kinderdorf stellt sich die Organisation völlig neu auf. Es soll "kein kleines Update, sondern ein umfassender Neustart der Organisation erfolgen", sagte Geschäftsführerin Annemarie Schlack im APA-Interview. Indes wird die Einrichtung von einem weiteren Schlag getroffen: Gründer Hermann Gmeiner steht im Verdacht, an zumindest acht Burschen sexuelle und gewalttätige Übergriffe begangen zu haben.
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