Diese beiden Felder würden im Verbund die Neurologie in naher Zukunft "stark verändern", war sich der Neurologe sicher. "Mit Hilfe der KI können wir beispielsweise mehr Informationen über Symptome und Krankheitsbilder der Patienten sammeln, diese bündeln und damit präziser und treffsichererer agieren und vorhersagen", berichtete Kiechl. "Die KI kann den Neurologen als Letztentscheider zwar niemals ersetzen, aber doch für diesen entscheidendes Wissen zur Verfügung stellen", ergänzte die ebenfalls beim Gespräch anwesende Neurologin Bettina Pfausler, stellvertretende geschäftsführende Oberärztin der Universitätsklinik für Neurologie. Im Zusammenspiel mit für die Neurologie noch recht neuen Zelltherapien - die aktuell vor allem in der Onkologie eine Rolle spielen - sei es dann jedenfalls möglich, individuellere und speziellere und zielgerichtetere Therapien anzubieten, ergänzte Klinikdirektor Kiechl.
Innsbruck
Tiroler Neurologie-Chef: Prognoseverbesserung durch KI
Der Direktor der Uni-Klinik für Neurologie an der Medizinischen Universität Innsbruck, Stefan Kiechl, sieht die Zukunft seines Faches im Bereich der Zelltherapie und der Künstlichen Intelligenz (KI). Durch KI seien künftig etwa maßgebliche "Prognoseverbesserungen" erzielbar, was den Krankheits- bzw. Heilungsverlauf betrifft, sagte Kiechl im APA-Gespräch. Mit innovativen Zelltherapien wäre wiederum ein wichtiger Paradigmenwechsel im Therapiebereich im Anmarsch.
© APA/Robert Parigger