Alle drei Angeklagten bekannten sich vor Richterin Lisa Kuschinsky umfassend geständig. Am ersten Verhandlungstag im vergangenen Oktober hatte das zumindest beim Hauptangeklagten noch anders geklungen. Da hatte er vehement bestritten, dass er Tiere ohne Betäubung ausbluten habe lassen. Bei einer Kontrolle am Hof des Mannes waren acht auf diese Weise zu Tode gekommene Tiere gefunden worden - außerdem noch 1.500 Kilogramm Schlachtabfälle. Laut Gutachten waren das die Überreste von mindestens 100 Tieren. Die Erklärung des Mannes hatte zu Prozessbeginn gelautet, dass er "muslimischen Ausländern" Tiere überlassen habe, diese hätten lediglich die Schlachtabfälle zurückgebracht.
Klagenfurt
Haft für Kärntner Landwirt nach Schächtung von Tieren
Weil er Lämmer und Schweine auf seinem Hof geschächtet und das Fleisch ohne Beschau verkauft haben soll, ist am Donnerstag ein 44-jähriger Kärntner Landwirt zu zwölf Monaten Haft, davon vier Monate unbedingt, verurteilt worden. Auch die Ehefrau und der 21-jährige Sohn des Mannes waren vor Gericht - wegen Beleidigung und gefährlicher Drohung, so bewarf der Sohn eine Amtstierärztin bei einer Kontrolle mit Schlachtabfällen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
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