Alle drei Angeklagten bekannten sich vor Richterin Lisa Kuschinsky umfassend geständig. Am ersten Verhandlungstag im vergangenen Oktober hatte das zumindest beim Hauptangeklagten noch anders geklungen. Da hatte er vehement bestritten, dass er Tiere ohne Betäubung ausbluten habe lassen. Bei einer Kontrolle am Hof des Mannes waren acht auf diese Weise zu Tode gekommene Tiere gefunden worden - außerdem noch 1.500 Kilogramm Schlachtabfälle. Laut Gutachten waren das die Überreste von mindestens 100 Tieren. Die Erklärung des Mannes hatte zu Prozessbeginn gelautet, dass er "muslimischen Ausländern" Tiere überlassen habe, diese hätten lediglich die Schlachtabfälle zurückgebracht.