Am Sonntag (8. September) wird der erste Vertreter der Satelliten-Konstellation - "Cluster 2", auch genannt Salsa - möglichst vollständig in der Atmosphäre verglühen. Seinen letzten heißen Tanz haben Experten der ESA minutiös geplant: Das Gerät muss nämlich gezielt in Umlaufbahnen gelenkt werden, in denen die Reibung stark genug ist, dass möglichst wenig übrig bleibt, erklärte der Leiter der Abteilung Missionsbetrieb des inneren Sonnensystems der ESA, Bruno Sousa, vor Journalisten. Die beste Lösung dafür zu finden, war nicht einfach, so der Experte. Sollte man nach der nächsten Erdumrundung wieder Kontakt zu Salsa herstellen können, kann man auch sehr genau bestimmen, wo über dem Pazifik das Spektakel stattfinden wird.
Graz/Wien/Paris
Heißer letzter Tanz für ESA-Satellitenmission "Cluster"
Vor rund 24 Jahren startete die aus vier Satelliten bestehende "Cluster-Mission" der Europäischen Raumfahrtagentur ESA zur Vermessung des Weltraumwetters ins All. Am Sonntag nimmt die ursprünglich eigentlich auf nur zwei Jahre Laufzeit anberaumte Mission Anlauf auf ihr endgültiges Ende, wie die ESA erklärte. Wissenschaftlich ergiebig war sie auf jeden Fall, entstanden doch bisher rund 3.250 Publikationen auf Basis der Daten, 137 davon unter österreichischer Erstautorenschaft.
© APA/ESA/David Ducross