Die Niederländer im Alter von 29 und 32 Jahren sind laut Staatsanwaltschaft Mitglieder einer international agierenden Gruppierung, die in Deutschland und Nachbarländern aktiv ist. Als "Rammbock" eingesetzt wurden bei den spektakulären Juweliereinbrüchen in der SCS und im Donauzentrum zuvor unbefugt in Gebrauch genommene Autos der Marke BMW. Vitrinen wurden mit Maurerfäustel und Brecheisen eingeschlagen, mit Schmuck suchten die Kriminellen das Weite. Bei den Taten gingen die Angeklagten der Staatsanwältin zufolge "mit äußerster Rücksichtslosigkeit und Brutalität vor" und beseitigten Spuren, indem sie die verwendeten Fahrzeuge anzündeten. Der drittbeschuldigte Bulgare soll ab Mai des Vorjahres den beiden Niederländern seine Wohnung als Stützpunkt zur Verfügung gestellt und unter anderem auch Chauffeurdienste geleistet haben.
Wiener Neustadt
Prozess um "Rammbock"-Einbrüche in NÖ und Wien begonnen
Ein Prozess um "Rammbock"-Einbrüche ist am Montag in Wiener Neustadt gestartet. Tatorte waren 2023 Juweliere in der Shopping City Süd (SCS) in Vösendorf (Bezirk Mödling), im Wiener Donauzentrum und in Wiener Neustadt. Teil der Anklage war auch eine Bankomatsprengung in Markgrafneusiedl (Bezirk Gänserndorf). Der Schaden wurde mit rund 500.000 Euro angegeben. Die zwei Niederländer und der Bulgare waren teilweise geständig. Der Prozess wird am Donnerstag fortgesetzt.
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