Die Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde (ÖGKJ) und die Ärztekammer Wien hatten die "passive Impfung" gegen RSV (Respiratorisches Synzytial-Virus) mit Nirsevimab zuletzt für alle Säuglinge gefordert. In Deutschland wurde die Verabreichung des sogenannten monoklonalen Antikörpers auf Kassenkosten für alle Kinder bereits beschlossen. Auch Belgien, Irland und Portugal hätten in den vergangenen Wochen ein Immunisierungsprogramm mit Nirsevimab (Markenname: Beyfortus) fixiert, berichtete "Die Presse" unter Berufung auf den Hersteller Sanofi laut dessen Angaben sich eine Lieferung für Österreich bei einer etwaigen Bestellung für den kommenden Herbst/Winter nicht mehr ausginge.
Wien
RSV-Prophylaxe in Österreich weiterhin nur für Risikokinder
Das vorbeugende Medikament Nirsevimab gegen das Erkältungsvirus RSV gibt es in Österreich vorerst nicht für alle Säuglinge kostenlos. Nirsevimab sei seit 2023 in der EU zugelassen, das Nationale Impfgremium (NIG) habe noch keine Empfehlung dafür ausgesprochen, bestätigte das Gesundheitsministerium am Freitag einen Onlinebericht der "Presse". Eine vorzeitige Aufnahme in das Impfprogramm werde geprüft. Zum Schutz von Risikokindern wird bereits die Prophylaxe Synagis eingesetzt.
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