Trump selbst wird als Held dargestellt, weil er weitreichende Begnadigungen für seine über 1.500 angriffslustigen Anhänger erteilt hat, die wiederum als Opfer einer "Hexenjagd" umgedeutet werden. Sie waren überzeugt, dass ihm die Wahl 2020 gestohlen wurde und wollten verhindern, dass die Parlamentarier den Sieg des Demokraten Joe Biden beglaubigen. Der Republikaner hatte die Menge kurz vorher mit einer Rede aufgestachelt: "Wir werden zum Kapitol gehen", hieß es. "Wir werden niemals aufgeben, wir werden niemals die Niederlage einräumen. Man gibt sich nicht geschlagen, wenn Diebstahl im Spiel ist." Bewaffnet waren die Angreifer mit Metallknüppeln, Holzbrettern, Feuerlöschern und Pfefferspray.
Washington
Sturm aufs Kapitol: Trump beschuldigt Pelosi
Das Weiße Haus hat zum fünften Jahrestag vom Sturm aufs Kaptiol am Dienstag (Ortszeit) eine neue Webseite mit einer völlig falschen Darstellung des Tages veröffentlicht. So steht darin, dass die Angreifer von der Polizei und der damaligen Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, provoziert wurden. Mit der Publikation unterstreicht US-Präsident Donald Trump jahrelange Bemühungen, das Narrativ über den 6. Jänner 2021 umzuschreiben.
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