"Könnte man machen, Österreich würde explodieren. Da sind wir wirklich sehr, sehr konservativ", sagte Brandstötter auf die Frage nach der Einführung eines Verfassungsrechts auf Abtreibung wie in Frankreich. Sie wies darauf hin, dass es derzeit in Europa viele gut finanzierte "Pressure Groups" gebe, "die erfolgreich dafür sorgen, dass das Recht auf Selbstbestimmung auf den Körper zurückgedrängt oder ganz ausgehebelt wird". Als Beispiel nannte sie Polen, wo selbst die aktuelle pro-europäische Regierung Schwierigkeiten habe, das von der konservativen Vorgängerregierung eingeführte Abtreibungsverbot rückabzuwickeln.
Wien
Neues Abtreibungsrecht: Skepsis bei Frauensprecherinnen
Die Frauensprecherinnen von ÖVP und NEOS, Juliane Bogner-Strauß und Henrike Brandstötter, haben sich zurückhaltend zu Forderungen nach einer Legalisierung oder verfassungsrechtlichen Absicherung des Schwangerschaftsabbruchs geäußert. "Wenn man das Thema Fristenregelung aufmacht, kann es passieren, dass man am Ende schlechter aussteigt", warnte Brandstötter bei einer Podiumsdiskussion zum Frauentag im Haus der Europäischen Union. Bogner-Strauß sagte, sie sei "d'accord".
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