"Die ganze Region und ganz Europa sehen das fantastische Potenzial Rumäniens", sagte Ciolacu nach Angaben der rumänischen Nachrichtenagentur Agerpres dem Privatsender Antena 3. "Rumänien hat das Gleichgewicht in Europa hergestellt. Wenn Rumänien nicht dieser Puffer wäre - mit wirtschaftlichen Kosten, mit den Kosten der Senkung des Lebensstandards (...) Deshalb war ich über die österreichische Regierung und Bundeskanzler Nehammer verärgert. Man kann nicht umhin, die Rolle zu verstehen, die Rumänien inmitten des andauernden Krieges in der Ukraine gespielt hat und weiterhin spielt (...)", sagte der Regierungschef.
Wien/Bukarest
Rumäniens Regierungschef "verärgert" über Nehammer
Rumäniens Regierungschef Marcel Ciolacu (Postkommunisten/PSD) hat sich "verärgert" über die Haltung von Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) und der österreichischen Regierung im Zusammenhang mit der Schengen-Blockade Wiens gezeigt. Österreich hat im Dezember 2022 wegen der irregulären Migration ein Veto gegen den Schengen-Beitritt Rumäniens und Bulgariens eingelegt. Seit April sind die Einreisekontrollen für die Bürger beider Länder im Flug- und Schiffsverkehr weggefallen.
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