Bei keiner war zwecks stabiler Regierung eine genügende Parlamentsmehrheit zu erwarten. Auch bei Barnier ist eine verlässliche Mehrheit nicht absehbar. Die rechte Bewegung Rassemblement National (RN) hat jedoch signalisiert, dass sie Barnier unter bestimmten Bedingungen unterstützen würde. Der RN-Abgeordnete Sebastien Chenu sagte dem Sender BFM, seine Partei werde abwarten, was Barnier zur Einwanderung und zur Änderung des französischen Wahlsystems zu sagen habe. Der RN-Abgeordnete Laurent Jacobelli sagte, seine Partei wolle, dass sich der künftige Premierminister dazu verpflichte, einer Auflösung des Parlaments bis Juli 2025 zuzustimmen.
Paris
Ex-EU-Kommissar Barnier zu Frankreichs Premier ernannt
Der französische Präsident Emmanuel Macron hat den ehemaligen EU-Kommissar Michel Barnier zum neuen Regierungschef ernannt und will damit einen zweimonatigen Stillstand beenden. Er beauftragte den 73-Jährigen am Donnerstag mit der Bildung einer Regierung. Offen bleibt, ob Barnier genügend Unterstützung in dem seit der vorgezogenen Neuwahl zersplitterten Parlament finden kann. Macron hatte in den vergangenen Wochen verschiedene Personalien für den Premierposten sondiert.
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