Suzuki hatte die Absage an Israel damit begründet, dass Proteste gegen Israels Krieg im Gazastreifen die Feierlichkeit der Zeremonie beeinträchtigen könnten. Er fügte aber hinzu, dass die Entscheidung "nicht politisch" sei. Die diplomatischen Vertreter der Österreichs, der USA, Großbritanniens, Kanadas, Frankreichs, Deutschlands, Italiens und der Europäischen Union blieben daraufhin der Zeremonie fern. "Aufgrund der Ausladung Israels zur Gedenkfeier in Nagasaki war Österreich, wie die Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten, bei den Feierlichkeiten nicht durch die Botschafterin (Elisabeth Bertagnoli, Anm.) sondern durch ihren Stellvertreter vertreten", hieß es auf APA-Anfrage aus dem Außenministerium.
Nagasaki
Nagasaki gedenkt der Opfer des Atombomben-Abwurfs
Überschattet von diplomatischen Verstimmungen wegen der Absage an Israels Teilnahme hat die japanische Stadt Nagasaki mit einer Friedenszeremonie des US-Atombombenabwurfs vor 79 Jahren gedacht. Mehrere Botschafter hatten ihre Teilnahme abgesagt, nachdem die Stadt beschlossen hatte, Israel nicht einzuladen. In einer Friedenserklärung forderte Bürgermeister Shiro Suzuki die Abschaffung von Atomwaffen angesichts der weltpolitischen Sicherheitslage.
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