Abgewickelt wurde der Gefangenenaustausch mit Unterstützung des türkischen Geheimdienstes MIT am Flughafen in Ankara. Dort wurde, bevor die Freigelassenen in das jeweils auf sie wartende Flugzeug steigen durften, zunächst ihre Identität überprüft. Bei den involvierten westlichen Gefangenen drehte es sich um in Russland inhaftierte Ausländer und Journalisten sowie um Mitglieder der russischen Oppositionsbewegung. 13 Freigelassene kamen in Köln an, drei in der Nähe der US-Hauptstadt Washington.
Washington/Köln
Gefangenenaustausch: Angst vor weiteren Freipressungen
Der größte Gefangenenaustausch seit Ende des Kalten Krieges fand am Donnerstag in der türkischen Hauptstadt Ankara statt. Dabei wurden 26 Häftlinge zwischen Russland, Belarus und westlichen Ländern, darunter auch den USA und Deutschland ausgetauscht. Der erfolgreiche Austausch weckt internationale Bedenken über das Erpressungspotenzial, das Russland durch Freipressungen dieser Art zukommt.
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