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6.611 Neuinfektionen und 104 weitere Tote in Österreich

Mit 6.611 Neuinfektionen und 104 weiteren Todesfällen von Infizierten sind die täglichen Coronavirus-Fallzahlen in Österreich am Samstag auf hohem Niveau stabil geblieben. Die Belegung in den Krankenhäusern ging leicht um 32 Covid-19-Erkrankte auf 4.597 Patienten zurück, darunter gab es jedoch ein Plus von zehn Intensivpatienten auf insgesamt 697 Betroffene. Eine Zwischenbilanz zog die Polizei: 796 Verstöße gegen den Lockdown wurden seit Dienstag geahndet.

© APA (Symbolbild)
 

In 617 Fällen gab es Anzeigen und in 171 Fällen Organmandate nach dem Covid-19-Maßnahmengesetz, hieß es am Samstag aus dem Innenministerium. Acht weitere Organmandate wurden nach dem Epidemiegesetz verhängt. In Wien wurde am Freitag u.a. der Betreiber eines Punschstandes angezeigt.

Der Punsch wurde von einem Geschäft am Graben in der Innenstadt verkauft, berichtete das Innenministerium. Dort schritt die Wiener Polizei kurz vor 18.00 Uhr ein, weil die Kunden die Getränke "unmittelbar im Nahbereich konsumierten". Demnach hielten sich rund 30 Personen, teilweise in Gruppen vor dem Geschäft und teilweise im Inneren auf. Sicherheitsabstände wurden mehrfach nicht eingehalten.

Beim Eintreffen der Polizei teilten sich die Gruppen teilweise auf und verließen den Punschstand bei dem Geschäft. Der Betreiber wurde bei der zuständigen Gesundheitsbehörde angezeigt. Diese müsse noch klären, ob ein strafbares Verhalten vorliegt, betonte das Ministerium. Kunden wurden keine angezeigt.

Die meisten der 796 Anzeigen und Organmandate innerhalb der vergangenen vier Tage wurden in Wien verhängt (296), gefolgt von Oberösterreich (120) und Niederösterreich (104). Die Polizei in der Steiermark behandelte 99 solcher Fälle, in Tirol 98, in Kärnten 36, in Salzburg 25. Im Burgenland gab es 14 geahndete Verstöße und in Vorarlberg vier.

In Oberösterreich wird offenbar über ein mögliches Feuerwerks-Verbot zu Silvester nachgedacht, wie der Krisenstab auf APA-Anfrage mitteilte. Ähnlich wie beispielsweise in den Niederlanden oder einigen Provinzen Belgiens könnte auch hierzulande heuer ein Aus für Böller kommen. Hintergrund ist, die angespannte Situation in heimischen Spitälern durch alljährliche Verletzte wegen privater Silvester-Knallereien nicht noch mehr zu strapazieren.

Knapp unter der 1.000er-Marke ist die Zahl der täglichen Coronavirus-Neuinfektionen am Samstag in Wien geblieben: Konkret wurden 924 positive Testresultate eingemeldet, teilte der medizinische Krisenstab der Stadt in einer Aussendung mit. Überdies sind zwölf Menschen mit oder an den Folgen der Coronavirus-Infektion gestorben. Damit sind in der Bundeshauptstadt nun 525 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 zu beklagen.

Bisher wurden in Wien insgesamt 53.830 Coronavirus-Infektionen registriert. Aktiv an der Erkrankung laborieren im Moment 15.708 Menschen. Wieder gesund sind 37.597 Personen. Am gestrigen Freitag wurden 8.093 Tests vorgenommen: Insgesamt wurden in Wien seit Beginn der Pandemie 770.226 Tests durchgeführt.

Im Burgenland wurden innerhalb von 24 Stunden 194 Neuinfektionen gemeldet, in Kärnten 444 und in Niederösterreich 919. Den höchsten Wert in absoluten Zahlen verzeichnete Oberösterreich mit 1.569 positiven Tests, in Salzburg waren es 612, in der Steiermark 802, in Tirol 686 und in Vorarlberg 461. Insgesamt gibt es in Österreich 76.883 aktive Fälle, 239 mehr als am Freitag.

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