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Äthiopiens Luftwaffe greift Ziele in der Region Tigray an

In dem seit zwei Wochen anhaltenden Konflikt um die Region Tigray hat die äthiopische Luftwaffe erneut Ziele in der Region im Norden angegriffen. Es sei ein "präzise geführter Einsatz" außerhalb von Makelle, der Hauptstadt von Tigray, gewesen, teilte das Militär am Dienstag mit. Äthiopiens Ministerpräsident Abiy Ahmed erklärte, das dreitägige Ultimatum, das den Spezialkräften in Tigray und mit ihnen verbündeten Milizen zur Kapitulation gestellt worden sei, sei abgelaufen.

 

"Nach Ablauf dieser Frist wird der letzte wesentliche Akt der Strafverfolgung in den kommenden Tagen durchgeführt", schrieb Abiy auf Facebook. Seitens der gegnerischen Führung in Tigray gab es zunächst keine Stellungnahme.

Ministerpräsident Abiy - der Friedensnobelpreisträger von 2019 - hatte am 4. November Luftangriffe und eine Offensive gegen die Regierung von Tigray angeordnet. Dabei sind Hunderte Menschen ums Leben gekommen, 25.000 sind allein in den Sudan geflohen. Der Teilstaat mit der Größe Österreichs und fünf Millionen Einwohnern wird von der Volksbefreiungsfront TPLF regiert. Diese liefert sich seit Jahren einen Konflikt mit der Zentralregierung. Dabei spielen ethnische Spannungen eine Rolle. Die Tigrayer hatten Äthiopien über Jahrzehnte kontrolliert. Abiy gehört dagegen zur Bevölkerungsmehrheit der Oromo an.

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