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Zaha-Hadid-Haus "Argos" in Graz eröffnet

Fast zwei Jahrzehnte hat es seit dem umstrittenen Abriss des denkmalgeschützten "Kommod"-Hauses in der Nachbarschaft der Grazer Oper gedauert. Am Donnerstagabend wurde der vom Büro der vor vier Jahren verstorbenen Star-Architektin Zaha Hadid geplante "Argos"-Komplex feierlich eröffnet.

© APA
 

Die Projektbeteiligten - die Stadtplanungsgesellschaft Wegraz sowie "Schirmherr" Reinhard Hohenberg hatten eine handverlesene Gästeschar zu der Eröffnung geladen, die gemeinsam mit Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) vorgenommen wurde. Im Anschluss konnten die Gäste das Innenleben von "Argos" erkunden, insbesondere die ab 20. Februar beziehbaren 21 Miet-Appartements.

Diese sind farblich und raumgestalterisch individuell in einer Art postmodernen Retro-Look gehalten. Die Appartements beinhalten sowohl Küche als auch die zum Kochen notwendige Ausstattung und werden gemeinsam mit diversen Zusatzservices wie Wäsche, Frühstück und Reinigung angeboten. Im Erdgeschoß eröffnete - ebenfalls am Donnerstag - der ausführende Generalplaner, Architekt Martin Cserni, ein neues Stadtbüro.

Bei der Eröffnung kam unter anderem auch der Leiter des Londoner Zaha-Hadid-Büros, Patrik Schumacher, zu Wort. Dieser lobte ausdrücklich die Bau-Ausführung der einzelnen Projektfirmen, die von zahlreichen Hürden bautechnischer Natur immer wieder aufgehalten worden war.

Wie das neue Gebäude mit den 43 Argusaugen von der Bevölkerung, Touristen und Gästen angenommen wird, muss sich erst weisen. Denn bei aller Erleichterung über die finale Fertigstellung und bei allem am Eröffnungsabend verstrahlten Optimismus, dürfte doch auch noch einige Skepsis herrschen: Eine von der "Kleinen Zeitung" durchgeführte Online-Umfrage unter ihren Lesern ergab eine 48-prozentige klare Ablehnung. Weitere 21 Prozent meinten, das Gebäude sei "kein großer Wurf", man werde sich aber wohl daran gewöhnen.

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