Einen öffentlichen Überschuss verzeichneten 2018 Luxemburg (+2,7 Prozent), Deutschland und Malta (je +1,9 Prozent), Bulgarien (+1,8 Prozent), die Niederlande (+1,5 Prozent), Tschechien (+1,1 Prozent), Griechenland (+1,0 Prozent) Dänemark, Slowenien und Schweden (je +0,8 Prozent), Litauen (+0,6 Prozent), Kroatien (+0,3 Prozent), Österreich (+0,2 Prozent) und Irland (+0,1 Prozent). Österreich hatte 2017 noch ein Defizit von 0,7 Prozent verzeichnet.
Zwei EU-Staaten überschritten bei der Neuverschuldung die Maastricht-Schwelle von drei Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP): Rumänien mit einem Defizit von 3,0 Prozent und Zypern mit einem von 4,4 Prozent.
Die niedrigsten Verschuldungsquoten hatten 2018 Estland (8,4 Prozent), Luxemburg (21,0 Prozent), Bulgarien (22,3 Prozent), Tschechien (32,6 Prozent), Litauen (34,1 Prozent) und Dänemark (34,2 Prozent). 14 EU-Staaten überschritten die Maastricht-Schwelle von 60 Prozent des BIP, darunter Österreich mit 74,0 Prozent. 2017 hatte der staatliche Schuldenstand in Österreich noch bei 78,3 Prozent gelegen.
Die höchsten Verschuldungsquoten wurden 2018 von Griechenland (181,2 Prozent), Italien (134,8 Prozent), Portugal (122,2 Prozent), Zypern (100,6 Prozent), Belgien (100,0 Prozent), Frankreich (98,4 Prozent) und Spanien (97,6 Prozent) vermeldet.
2018 beliefen sich die Staatsausgaben im Euroraum auf 47,0 Prozent des BIP und die Staatseinnahmen auf 46,5 Prozent. Die entsprechenden Zahlen für die gesamte EU lagen bei 45,8 Prozent bzw. 45,1 Prozent. Zwischen 2017 und 2018 haben sich die Ausgaben des Staates im Verhältnis zum BIP in beiden Gebieten verringert, während die Einnahmen des Staates im Verhältnis zum BIP gestiegen sind.