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Entlassener venezolanischer Geheimdienstchef ist in den USA

Der entlassene venezolanische Geheimdienstchef Manuel Ricardo Cristopher Figuera hat sich nach Angaben der US-Regierung in die Vereinigten Staaten abgesetzt. "Er ist in den USA und ein freier Mann", sagte der US-Sonderbeauftragte für Venezuela, Elliott Abrams, am Montag in Washington. "Wir haben ihn nicht in die USA gebracht, aber ich würde sagen, dass wir froh sind, dass er hier ist."

© APA (AFP)
 

Die "Washington Post" berichtete, der von Präsident Nicolás Maduro im Frühjahr entlassene Chef des berüchtigten Geheimdienstes Sebin sei seit Montag im Land. Die Zeitung schrieb, Cristopher Figuera (55) sei zwei Monate lang in der kolumbianischen Hauptstadt Bogota untergetaucht gewesen, bevor er in die USA gekommen sei. Sein genauer Aufenthaltsort blieb unklar. Maduro hatte Figuera nach dessen Entlassung vorgeworfen, für den US-Auslandsgeheimdienst CIA gearbeitet zu haben. Die US-Regierung hatte die Sanktionen gegen den früheren Geheimdienstchef aufgehoben, nachdem dieser mit Maduro gebrochen hatte.

Die USA gehören zu den schärfsten Kritikern von Maduro und wollen den sozialistischen Staatschef zum Rücktritt zwingen. Sie unterstützen den selbst ernannten Interimspräsidenten Juan Guaidó. Dieser hatte am 30. April versucht, die Streitkräfte auf seine Seite zu ziehen und Maduro aus dem Amt zu drängen.

Offenbar brach Cristopher Figuera an diesem Tag mit Maduro, veröffentlichte einen regierungskritischen Brief und ließ Oppositionsführer Leopoldo López aus dem Hausarrest frei. Die Machtübernahme scheiterte allerdings, weil nur wenige Soldaten die Opposition unterstützten. Cristopher Figuera wurde daraufhin entlassen und tauchte unter.

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