Die ersten Gaskammern ließ die mit dem Massenmord an Juden beauftragte SS 1942 errichten. Ein Teil der aus fast allen Ländern Europas in Viehwaggons hierher transportierten Juden wurde ohne Registrierung direkt zur Tötung in die Gaskammern getrieben, die anderen presste das SS-Regime vorerst als Sklavenarbeiter aus. Baracken und ehemalige Pferdeställe dienten als Unterkünfte. Fehlende Hygiene, Hunger und Kälte führten zu Krankheiten und Epidemien, die ohnehin schon geschwächte Häftlinge hinwegrafften. Wer schwach und krank geworden war, wurde aussortiert und in die Gaskammer geschickt. Als die deutsche Front immer mehr bröckelte und die Rote Armee näher rückte, versuchte die SS, die einstige Prätorianergarde Adolf Hitlers, die Spuren des Massenmordes zu verwischen. Noch Jahrzehnte später wurden übrigens im Mauerwerk der früheren Gaskammern massive Spuren von Blausäure entdeckt. In der Liste des Weltkulturerbes der Unesco erhielt Auschwitz eine Eintragung, als ewiges Mahnmal für die Menschheit.