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NationalratswahlSpitzenkandidaten gerieten bei der sechsten Elefanten-Runde aneinander

Beim sechsten Zusammentreffen der Spitzenkandidaten in großer Runde gerieten sich die Politiker wegen allem und jedem in die Haare.

Erst Sonntag waren die Spitzenkandidaten zu einer Elefantenrunde (für ATV, PULS4 und ServusTV) zusammengetroffen © APA/Herbert Oczeret
 

Es ist wohl an der Zeit, dass sich Österreichs Spitzenpolitiker nicht mehr fast täglich im TV-Studio sehen. Trotz einer durchaus lockeren Moderation von "Österreich"-Herausgeber Wolfgang Fellner gerieten sich die Spitzenkandidaten der chancenreichen Parteien bei der mittlerweile sechsten Elefanten-Runde - diesmal für oe24.tv - wegen allem und jedem in die Haare.

Einige Beispiele: VP-Chef Sebastian Kurz ätzte, dass SP-Spitzenkandidatin Pamela Rendi-Wagner ja noch nicht viel Parlamentserfahrung habe. Ihr nahe liegender Konter: Kurz sitze gar nicht im Nationalrat und das obwohl er durchaus über ein Mandat verfügen würde. Überhaupt verwahrte sich die SPÖ-Chefin gegen Angriffe von Kurz: Dieser sei der einzige, der schon zwei mal wegen Unterstellungen in Richtung SPÖ per einstweiliger Verfügung verurteilt worden sei.

Aber es gab auch durchaus andere Duellanten, etwa FPÖ-Obmann Norbert Hofer und JETZT-Spitzenkandidat Peter Pilz. Letzerer erzählte von Treffen mit freiheitlichen Sympathisanten am Brunnenmarkt, die sich über die hohen Spesen von Alt-FP-Chef Heinz-Christian Strache alteriert hätten. Hofer hatte dazu nur Spott parat: "Ich freue mich, dass der Herr Pilz so viele freiheitliche Wähler trifft, ich habe noch keinen Pilz-Wähler getroffen." Dem nicht genug legte der FP-Obmann gleich noch nach und erregte sich, dass Pilz mit Abgeordnetem-Salär, ohne irgendetwas für die Republik geleistet zu haben, im Sozialbau lebe.

Aktuelle Reaktionen zur Causa Strache

Zurück zur Causa Strache: Hofer will die Vorwürfe klären, ihm war aber mehr bange vor einem Angriff von außen, der wenige Tage vor der Wahl gestartet worden sei, um den Urnengang zu beeinflussen. Kurz wiederum hatte kein Interesse, einen Fall zu kommentieren, über den er zu wenige Informationen habe. Mit NEOS-Spitzenkandidatin Beate Meinl-Reisinger, die auch schon einmal bessere Laune hatte, ging der Altkanzler in den Clinch, als die fragte, ob die ÖVP wieder die Wahlkampfkosten-Obergrenze überschreiten wolle. Man solle nicht immer Vorwürfe in Fragenform kleiden, ärgerte sich der ÖVP-Chef, der freilich selbst per Halbsatz die Vorwürfe gegen den vormals Grünen Stadtrat Chistoph Chorherr im gleichen Atemzug mit der Ibiza-Affäre und ihren Folgen nannte, wo er jeweils die Staatsanwaltschaft am Zug sah. Mit Grünen-Chef Werner Kogler wollte Kurz wiederum wetten, dass Österreich keine Klimastrafe wird zahlen müssen.

Inhaltlich versuchten die sechs Diskutanten, ihre Lieblingsthemen los zu werden. 1.700 Euro steuerfrei und billiges Wohnen waren Rendi-Wagners Schlager, Kurz warb für Steuerreformen, Hofer sah als "größte Gefahr" die "islamische Kultur", die er in Österreich einbremsen will, die NEOS wollen eine Bildungsreform vorantreiben und eine CO2-Steuer, Kogler, dass der Klimaschutz endlich ernst genommen wird und Pilz warf eine bedingungslose Grundpension von 1.200 Euro in die Runde.

Koalitionsfragen bleiben unbeantwortet

Wer mit wem zu koalieren wünscht, blieb wie auch in allen Runden davor unbeantwortet und das vor allem, weil sich der prognostizierte Wahlsieger Kurz nicht aus der Reserve locken ließ und sich auf die Position zurückzog, dass der Wähler entscheiden solle. Pilz strich als Alleinstellungsmerkmal heraus, als einziger willig zu sein, die Oppositionsarbeit gegen eine neuerlich VP-geführte Regierung zu schultern.

Ganz überstanden haben es die Elefanten noch nicht. Am Donnerstag werden sie ein letztes Mal vor der Wahl - diesmal im ORF - aufeinandertreffen und am Wahlabend selbst sind noch einmal zwei bis drei Runden angesetzt - da werden die Spitzenkandidaten aber wenigstens schon wissen, ob sich ihr TV-Marathon ausgezahlt hat.

Kommentare (11)

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Mezgolits
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Koalitionsfragen - wozu?

Ich glaube: Unser abgewählter Bundeskanzler,
könnte so, sehr leicht, die absolute Stimmen-
Mehrheit, erreichen: Das Versprechen: In einer
Alleinregierung, so bald als möglich, die
Wiederholung, der erschwindelten EU-Volks-
abstimmung 1994, zu ermöglichen.

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Irgendeiner
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Das ist grober Unfug, erstens ist Kurz der Sendbote der IV,gesponsert von denen

und deren Wirtschaftsprogramm abgekupfert,er weiß zwar nicht was er tut aber von wem ers hat,und ich lege meine Hand dafür ins Feuer, daß die Herrschaften um Herrn Kapsch lieber nackt am Tisch Tarantella tanzen als einen Austritt auch nur in Erwägung zu ziehen.Zweitens war, das muß man feststellen, an der Abstimmung gar nichts erschwindelt,die Blauen waren die größten Fans des Beitritts zum EWG, bis Jörg, auch so eine Wendehals, die Kehre machte,die Roten und Schwarzen waren zögerlich dafür, die Grünen und die KPÖ dagegen und man hatte euch gewarnt,aber die IV und große Teile der Wirtschaft wollten es und ihr wolltet den Tausender mehr im Börsel,man hatte Euch gewarnt, war ein Fanal der Dummheit wie immer.Aber, das ist die Crux, jetzt rauszugehen hätte ein gewaltiges Krachen hier zur Folge, wir können nicht mehr,Du kannst einen Flieger nicht besteigen, dafür ward ihr zu dumm, trotz Warnungen, aber Du sollstest Im Flug nicht rausspringen, ist systemisch eine andere Situation.Wir können das turbokapitalistische EU-Werkel nur reformieren, dazu müßtet ihr es aber zuerst verstehen,ihr tut aber das Gegenteil, ihr holt Euch einen Studienabbrecher ins Haus der hier genau denselben Schmarrn inszeniert, bis es kracht, wohl bekomms.

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Mezgolits
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Vielen Dank

Wäre eine Alleinregierung, für Sie, ein grober Unfug? = Ohne Koalitions-Packeleien.

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Irgendeiner
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Naja,vom Prinzip nein, kann ich gar nicht, erstens bestimme ich das nicht,

zweitens ist es eine der rechtlich vorgesehenen Möglichkeiten,drittens haben wir das schon gehabt,etwa Klaus und Kreisky.Und ob man das oder eine Koalition vorzieht ist Geschmacksfrage,das erstere hat mehr Durchsetzungsfähigkeit aber das eben auch bei Vollschmarrn, eine Koalition braucht Abstimmung,steht aber dafür etwas breiter von den interessen her.Nur was Kurz betrifft, um das auch ganz deutlich zu sagen, den will ich nicht allein, den will ich nicht im Duo, den will ich nicht im Trio, den will ich nichtmal in der Opposition sehen,nur von hinten.Ansonsten hab ich gegen nichts was das rechtstaatlich fundiert ist.

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Irgendeiner
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Naja, ich tue mir die Schaukämpfe nicht an, mir reicht es

wenn mir in Printmedien Wahlanzeigen aufs Auge gedrückt werden die für Kurz werben sollen aber offenbar das Konterfei des jungen Errol Flynn zeigen,Lügen mit Bildern halt, paßt zum Rest.Und wie einer medial rüberkommt und welche seltsamen unnatürlichen Bewegungen er sich antrainiert hat interessiert mich auch nicht, dient der Volksverdummung.Was mich wirklich interessieren würde wäre,die Kandidaten in Isolierzellen zu stecken und ihnen Sachfragen zu stellen ohne Vorbereitung darauf,und zwar politische,dann hätte jeder dieselben Fragen aber an den Antworten könnte man allerhand ablesen,das Format krieg ich nicht und das vorgebriefte Geschwafel interessiert mich halt nicht, aber ich bin halt seltsam

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laster
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noch 5 Tage!!

dann ist‘s vorerst überstanden!!
Die Nerven liegen bei allen Spitzenkanditaten blank!

P.S.: Für mich hat sich Kurz wie ein Rotzlöffel benommen!

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Reipsi
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Was macht der ORF und

die anderen Sender wenn es keine Wahlen mehr gibt, Danke SPÖ, super gemacht, a ja wenn es jetzt vorbei ist , grabt der ORF wie die 2000 Folge von dem Dicken aus, die kostet ja nix.

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Irgendeiner
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Was haben die Roten mit der Wahl zu tun, Basti hat gesprengt, dadurch

gabs Neuwahlen,er hat die herbeigeführt,er hat zum zweiten Mal bei sowas nur zu seinem Vorteil agiert,diesmal ist res schief gegangen, daß die ihn dann rausgeschmissen haben weil er gemeint hat er spielt jetzt ein bissale Alleinregierung mit Grüßaugusten war korrekt, hatte aber mit der Wahl nichts zu tun und Du lüge nicht wie ein Basti.

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mhls
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Wie im Kindergarten

Leider ist keine einzige Partei mehr wählbar. Es wird nur mehr der andere kritisiert. Für Österreich und uns Menschen. Nichts dabei. Bei Problemen in der Familie zuhause wird auch diskutiert und es werden Lösungen gefunden. So das es für alle einigermaßen passt. Österreich ist auch eine große Familie. Jeden kann man es nicht recht machen, aber trotzdem sollte für jeden etwas dabei sein. Nur immer alles schlecht machen, weil es nicht von der eigenen Seite kommt führt zu nichts. Gemeinsam statt einsam. Egal welche Farbe!!!

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jan31
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Irgendwann reicht dann auch

Je mehr Elefantenrunden und Wahl Diskussionen gezeigt werden desto unsympathischer werden alle. Egal welcher Farbe die angehören, aber so ein Verhalten an den Tag zu legen ist ein Wahnsinn.
Der, der Österreich weiter bringen kann, das richtige Konzept findet soll den Mund aufmachen. Ruhig und sachlich diskutieren. Vorwürfe und Anfeindungen interessieren uns Wähler nicht.

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tomtitan
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Dieses leidige Tingeltangel geht mir schon sowas von auf den

O äh Zeiger - der reinste Kindergarten, leider alle...

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