Keine Unterstützung von Jugendstaatssekretärin Claudia Plakolm (ÖVP) können die meist jugendlichen Klimaaktivisten der "Letzten Generation" erwarten, die für kommende Woche eine ganze Reihe an Störaktionen in Wien angekündigt haben. Plakolm bezeichnet die Aktivistinnen und Aktivisten in einem Interview mit Puls 24 als "Chaostruppe", ihr Verhalten sei "respektlos": "Gegenüber den Menschen, die täglich in die Arbeit fahren und Polizistinnen und Polizisten, die damit ein weiteres nervenaufreibendes Theater regeln müssen. Aber auch gegenüber Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern, weil sie für die Polizeieinsätze, die Schäden und nötige Sicherheitsinfrastruktur in Museen zahlen müssen".

Der Einsatz für den Klimaschutz sei "absolut wichtig", so Plakolm, aber "diese Chaostruppe von Extremisten gewinnt keinen einzigen Millimeter mit der Klima-Kleberei, getarnt als Aktionismus. Da wenden sich viele kopfschüttelnd ab." In einem Interview mit der APA bekräftigte Plakolm diesen Standpunkt: "Diese Chaostruppe bedroht die öffentliche Sicherheit." Viele Menschen, denen bewusst sei, wie wichtig Maßnahmen für den Klimaschutz sind, würden sich durch solche Aktionen von der Klimabewegung abwenden. "Diese Aktivisten gewinnen keinen einzigen Zentimeter, indem sie die Bevölkerung mit ihren Aktionen terrorisieren."

Für die angestrebte Klimaneutralität bis 2040 müsse man einen gangbaren Weg finden. Als Regierung unternehme man viel in Sachen Klimaschutz, betonte Plakolm mit Verweis auf die ökosoziale Steuerreform und die "erstmalige Bepreisung von CO₂". "Uns muss aber auch klar sein, dass wir in Österreich aber auch in der EU nicht alleine das Weltklima retten können". Österreich, das für rund 0,2 Prozent des globalen CO₂ Fußabdruckes verantwortlich sei, solle stattdessen in die Rolle des "technologischen Herzschrittmachers" schlüpfen und Vorreiter bei Technologie, Forschung und Innovation werden. "Wenn wir damit die großen Global Player überzeugen können, dass gelebter Klimaschutz auch zu Wohlstand und Arbeitsplätzen führt, dann springen hoffentlich viele mehr auf den Zug auf".