Es waren neue Töne, harte Töne, die Bundeskanzler und ÖVP-Chef Karl Nehammer am Mittwoch in Nationalrat anschlug: „Wer mit Steuergeld Schindluder treibt, hat bei uns nichts verloren“, und „Es ist unmöglich, wenn der Eindruck entsteht, dass Multimillionäre es sich richten können“.
Deutlicher als zuvor war der Kanzler da bemüht, sich von den Vorwürfen gegen seine Partei und seinen Vorgänger Sebastian Kurz abzugrenzen: Von dem Vorwurf, dass das ÖVP-geführte Finanzministerium gefälschte Umfragen zugunsten der Partei mit Steuergeld bezahlt haben soll – und dass Spender der Partei wie die Unternehmer Siegfried Wolf und René Benko durch Interventionen in jenem Ministerium versucht haben sollen, sich millionenschwere Steuervorteile zu verschaffen. (Beide genannten bestreiten das.)