Die Zahl der Asylanträge in Österreich hat sich von Jänner bis März 2022 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verdoppelt. Das geht aus der aktuellen Statistik des Innenministeriums hervor. 11.118 Anträge wurden im ersten Quartal gestellt, 8780 davon waren Erstanträge.

Bei den Antragstellern waren 6.455 Personen männlich, 1060 weiblich und rund 3.600 minderjährig. Afghanistan belegt bei den Herkunftsländern den ersten Platz, gefolgt von Syrien. Anträge aus Tunesien liegen inzwischen auf Platz drei, obwohl Antragsteller aus diesem Land kaum Chancen auf Asyl haben. 3749 Personen haben sich im ersten Quartal dem Verfahren entzogen, indem sie weitergereist oder – in vereinzelten Fällen – untergetaucht sind.

Geflüchtete aus der Ukraine werden in der Statistik nicht geführt, für sie gilt ein außerordentlicher Schutzstatus. Sie machen mit 35 Prozent jedoch die größte Gruppe jener aus, die sich aktuell in der Grundversorgung befinden.