LeitartikelDer "Lockdown für Ungeimpfte", oder: Symbolpolitik, wo es dringend Pragmatismus bräuchte

Der „Lockdown für Ungeimpfte“ wird maximal polarisieren, aber wenig nützen. Jetzt hilft nur noch eine breite Kontaktreduktion – und ein Kraftakt beim Impfen und Auffrischen.

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Ab Montag soll es einen „Lockdown für Ungeimpfte“ geben; jedenfalls in Oberösterreich und Salzburg, wahrscheinlich in ganz Österreich. Das klingt im ersten Moment gerecht: Wer sich mutwillig nicht impfen lässt, riskiert nicht nur die eigene Gesundheit; er ist auch deutlich ansteckender als Geimpfte, belegt mit höherer Wahrscheinlichkeit eines der knappen Spitalsbetten.

Kommentare (5)
achimausgraz
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?? „Mittelfristige“ Steigerung der Impfquote ??

Das Wort „mittelfristig“ geht hier offenbar an der aktuellen Notwendigkeit vorbei -> einzig „extrem kurzfristig“ beschreibt es mE bedarfsgerecht.

dude
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Es wird an einem kurzen, harten Lockdown für alle kein Weg vorbeiführen!

Und je länger wir warten, zögern, zaudern und schwurbeln, desto länger wird er dauern. Keiner will ihn, aber es ist traurige Wahrheit!

Hausverstand100
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Und danach?

Sind die Impfgegner noch immer ungeimpft und wir beginnen das Spiel von vorne!

feringo
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... und auch die Medien

„Dass das Pandemiemanagement untrennbar mit den politischen Zuständigen verbunden und inszeniert wurde, hat der Sache nicht gut getan, im Gegenteil.“
Ebenso ist zu erwähnen, dass die Berichterstattung in den Medien eine untrennbare Verbindung dorthin aufweist und nicht immer sachdienlich ist. In diesem Sinne kann es daher gar keine unumstrittene Persönlichkeit geben.

Ein Lockdown auch für Geimpfte würde von der Bevölkerung derzeit sicher nicht ohne Massenproteste akzeptiert werden.

HRGallist
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Der „Lockdown für Ungeimpfte“

Jetzt macht man halt etwas, weil man nicht mehr anders kann; mit politisch verantwortlich vorausschauendem Handeln, um die Bevölkerung zu schützen, hat das nichts zu tun. Man verordnet irgendetwas, um Tatkraft, Handlungshoheit zu suggerieren, wo man schon längst, weil halt Wahlkampf ist, weil Amterl zu verteilen sind, weil man so gerne Nabelschau betreibt, Geld für die Partei lukrieren muss, das Handeln nur mehr ein kopfloses, atemloses Nachrennen ist, das von aussen aufgezwungen wird. Wenn man in der „Bildungswüste“ Österreich nicht in der Lage ist, international ausgewiesenen Wissenschaftlern rechtzeitig zuzuhören und das vielleicht sogar noch verstehen kann, sondern auf die Schwurbler und Dampfplauderer hört, gibt man jegliches verantwortlich politisches Handeln mutwillig aus der Hand. Man sollte diese Clique vor den Kadi zerren, weil sie dem Land - entgegen ihrem geleisteten Amtseid - schwersten Schaden zufügen. Es gäbe sicher eine Chance für einen solchen Musterprozess.