Verschärfte Corona-MaßnahmenLockdown für Ungeimpfte ab November möglich

Die türkis-grüne Koalition und die Landeshauptleute erhöhen den Druck auf die Ungeimpften. Liegen mehr als 600 Covid-Patienten auf den Intensivstationen, müssen Ungeimpfte in den Lockdown. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 20 Prozent könnte Niederösterreich das erste betroffene Bundesland sein.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
CORONAVIRUS: INTENSIVSTATION AM UNIKLINIKUM SALZBURG - Bild vom 3.11.2020
© APA/SALK
 

Die Bundesregierung unter Führung des neuen Bundeskanzlers Alexander Schallenberg will angesichts des dramatischen Anstiegs der Corona-Infektionen die Daumenschrauben weiter anziehen. In einer abendlichen Sitzung im Bundeskanzleramt, zu der die Landeshauptleute virtuell zugeschaltet waren, haben Schallenberg, Vizekanzler Werner Kogler, Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein und Tourismusministerin Elisabeth Köstinger einen neuen Fünf-Stufen-Plan vorgestellt. Der späte Beginn des Treffens ist dem Brüsseler EU-Gipfel geschuldet, dem der neuen Bundeskanzler erstmals beigewohnt hat. Ob auch Schallenbergs Amtsvorgänger Sebastian Kurz, der im Sommer die Pandemie für beendet erklärt hatte, sich zu solchen drastischen Schritten durchgerungen hätte, bleibt offen.

Die aktuelle Prognose geht von einem signifikanten Anstieg der 7-Tages-Inzidenz aus, der zu einer entsprechend höheren Intensivbetten-Auslastung führen wird. Unterm Strich heißt das: Das Risiko des Erreichens der Auslastungsgrenze ist gegeben, wenn auch noch nicht rasend hoch. Am 3. November könnte Niederösterreich mit einer Wahrscheinlichkeit von 20 Prozent, Salzburg und Vorarlberg mit einer Wahrscheinlichkeit von 15 Prozent und Wien mit einer Wahrscheinlichkeit von zehn Prozent den Schwellenwert von 30 Prozent überschreiten. In allen anderen Bundesländern ist das aus heutiger Sicht unwahrscheinlicher.

Lockdown für Ungeimpfte

Der Fünf-Punkte-Plan sieht in der letzten Kategorie einen Lockdown für Ungeimpfte vor. Voraussetzung ist, dass auf den Intensivstationen mehr als 600 Betten mit Covid-Infizierten belegt sind. Derzeit liegen 224 Personen auf den Intensivstationen, zuletzt hatte Österreichs Gesundheitssystem am 11. April die Schwelle von 600 Covid-Betten (611) überschritten.

Konkret heißt es für Ungeimpfte, dass sie ihren privaten Wohnbereich dann nur noch für die Arbeit, den täglichen Bedarf, die Betreuung von pflegenden Angehörigen, den Besuch von Ärzten oder Spitälern verlassen dürfen. Der Hintergedanke liegt auf der Hand: Auf diese Weise sollen Ungeimpfte zur Impfung gedrängt werden, Österreich liegt mit einer Durchimpfungsrate von etwas mehr als 60 Prozent bei der Impfquote im europäischen Durchschnitt im hinteren Mittelfeld.

Stufe vier nur für Ungeimpfte

Neu ist, dass die dritte Stufe ab 400 Intensivbetten aktiviert wird, die 2,5-G-Regel (Geimpft, Genesen oder PCR-Test) dann überall dort gilt, wo bisher 3G gilt. Antigentests sind nicht mehr erlaubt. Die vierte Stufe wird ab 500 Betten aktiviert, dann haben nur noch Geimpfte oder Genese Zutritt.

Ich werde es als Bundeskanzler nicht zulassen, dass das Gesundheitssystem überlastet wird, weil noch zu viele Zögerer und Zauderer gibt, die sich noch nicht zu einer Impfung durchringen können.

Bundeskanzler Schallenberg

In einer ersten Reaktion begründete Schallenberg die Verschärfungen wie folgt: “Wir sehen die Pandemie noch nicht in unserem Rückspiegel. Wir sind drauf und dran in eine Pandemie der Ungeimpften zu stolpern. Und das, obwohl wir über genügend Impfstoff verfügen, Impfstoff, der sicher ist, wirkt und vor einer schweren Erkrankung schützen soll.“ Allen ungeimpften Menschen müsse klar sein, dass auf ihren Schultern nicht nur die Verantwortung für ihre eigene Gesundheit laste, sondern auch für die ihrer Mitmenschen. „Ich werde es als Bundeskanzler nicht zulassen, dass das Gesundheitssystem überlastet wird, weil noch zu viele Zögerer und Zauderer gibt, die sich noch nicht zu einer Impfung durchringen können. Noch haben wir es in der Hand das zu verhindern – daher mein dringender Appell: Lassen Sie sich impfen!“

Ich glaube, es ist notwendig, dass wir hier Maßnahmen in die Zukunft gerichtet ergreifen - und zwar jetzt.

Bundeskanzler Schallenberg

Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein ergänzt: “Wir alle planen unsere kommenden Wochen und Monate: Familie, Ferien, Schule, Weihnachtsfeiertage. Die Wirtschaft, insbesondere der Tourismus, plant die Wintersaison. Meine Aufgabe als Gesundheitsminister ist es, alle Menschen, die hier leben, zu schützen und dafür zu sorgen, dass das Gesundheitssystem funktioniert und Sie die beste Versorgung bekommen. Meine Aufgabe ist es aber auch, Ihnen ganz klar und deutlich zu sagen, was auf Sie zukommt. Die neuen Schritte betreffen vor allem Menschen ohne Impfschutz.“

Intensivbetten mit zusätzlichen Grenzen:

Auch kritische Stimmen

In der Sitzung wurden dem Vernehmen nach auch kritische Stimmen aus den Ländern laut. So drängte dem Vernehmen nach der steirische Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (ÖVP) aufs Tempo und nahm den Bund in die Pflicht, habe dieser doch vor dem Sommer die Pandemie für beendet erklärt. Er will 2G so schnell wie möglich breit einführen und analog zur in Wien schon lange geltenden Regel FFP2-Maskenpflicht in allen Geschäften.

Im Vorfeld waren die Länder nicht ganz einig gewesen, ob es im ganzen Land dieselben oder regionale Regelungen geben soll. Vor allem Vorarlberg und das Burgenland hatten für letzteres plädiert.

Wien für strengere Regeln

Im SPÖ-regierten Wien verwies man darauf, dass man bereits am Donnerstag klar kommuniziert habe, die strengeren Coronamaßnahmen in der Bundeshauptstadt weiter beibehalten zu wollen, berichtete das Ö1-"Mittagsjournal".

Es steigen die Fallzahlen exorbitant an.

Kärnten LH Peter Kaiser

Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) ortete angesichts stagnierender Impfzahlen Handlungsbedarf, "es steigen die Fallzahlen exorbitant an". Er sprach sich auch dafür aus, in dieser Situation österreichweit gemeinsame Vorgaben zu machen, anstatt regional unterschiedlich zu agieren.

Der 5-Stufen-Plan - die Maßnahmen im Detail

STUFE 1:

Stufe eins des erstmals Anfang September präsentierten Regelwerkes ist seit 15. September in Kraft, als die Zehn-Prozent-Auslastung an den Intensivstationen (ICU) mit Covid-Patienten erreicht wurde (bzw. 200 belegte Betten). Zuletzt lagen gut 220 Corona-Patienten auf Österreichs ICUs (bzw. 11 Prozent Auslastung). Die Politik befürchtet angesichts der stark wachsenden Infektionszahlen allerdings einen baldigen Anstieg in Richtung Stufe zwei.

In Phase eins ist überall dort, wo vor Einführung des "Stufenplans" ein einfacher Gesichtsschutz anzulegen war, die höherwertige FFP2-Maske zu tragen. Das gilt etwa in Supermärkten und sonstigen Lebensmittelgeschäften, Apotheken, Trafiken und in öffentlichen Verkehrsmitteln. Im sonstigen Handel (beispielsweise Kleider- oder Elektrohandel) dürfen Geimpfte und Genesene ohne Maske in die Geschäfte, Ungeimpfte müssen hingegen eine FFP2-Maske anlegen. Schärfere Bestimmungen gelten bereits in Wien und in Salzburg, dort ist im gesamten Handel die FFP2-Maske Pflicht.

Die 3G-Regel wurde mit Inkrafttreten der Stufe eins von den schon gewohnten Settings (z.B. Gastronomie oder Events) auf Veranstaltungen ab 25 Personen ausgedehnt (davor ab 100 Personen). Antigen-Tests sind in Stufe eins nur 24 Stunden lang für einen 3G-Nachweis gültig (statt zuvor 48 Stunden). PCR-Tests können wie auch davor 72 Stunden lang verwendet werden. In Wien gibt es allerdings auch in diesem Bereich strengere Vorgaben als in Rest-Österreich: Antigen-Tests haben (außer für Kinder unter 12 Jahren) keine Gültigkeit. Der PCR-Test gilt nur 48 Stunden (für Kinder unter 12 Jahren 72 Stunden).

STUFE 2:

Stufe zwei bleibt unverändert: Sieben Tage nach Überschreitung einer Intensivstations-Auslastung von 15 Prozent (300 Betten) gilt in der Nachtgastronomie (und "ähnlichen Settings") sowie bei Veranstaltungen ohne zugewiesene Sitzplätze mit mehr als 500 Personen eine 2G-Regel, d.h. nur mehr Geimpfte oder Genesene haben Zutritt. Außerdem sind in Stufe zwei Antigentests mit Selbstabnahme ("Wohnzimmertests") nicht mehr als Nachweis für Bereiche mit 3G-Eintrittsregel gültig. In der Bundeshauptstadt Wien sind genau diese Verschärfungen bereits abseits des "Stufenplans" in Kraft gesetzt worden.

STUFE 3:

Sollte es zu einer Auslastung von 20 Prozent (400 Betten) kommen, folgt Stufe drei. In Bereichen mit 3G verliert der Antigentest dann in ganz Österreich seine Gültigkeit. Zutritt hätten damit überall nur mehr Geimpfte, Genesene oder Personen mit aktuellem PCR-Test. Seit Freitag neu ist, dass diese Maßnahme sofort bei Überschreiten des Grenzwertes in Kraft tritt. Die bisher vorgesehene Sieben-Tages-Wartefrist fällt weg.

STUFE 4:

Die neue Phase vier des Planes wird bei einer Auslastung von 25 Prozent bzw. 500 belegten ICU-Betten schlagend. Vorgesehen ist dann eine "2G"-Regel in allen "3G"-Bereichen: Ungeimpften wird damit der Eintritt etwa in Gastronomie, Hotellerie, zu Veranstaltungen, Kultureinrichtungen, Freizeiteinrichtungen oder Sportveranstaltungen untersagt. Das gilt dann auch bei Vorlage eines negativen Tests - egal ob Antigen oder PCR. Genaue Details werden laut Gesundheitsministerium noch ausgearbeitet, betroffen sein könnten aber etwa auch körpernahe Dienstleister wie beispielsweise Friseure, für die man derzeit einen 3G-Nachweis braucht.

STUFE 5:

Sollte die Intensivstations-Auslastung sogar 600 Betten übersteigen (bzw. 30 Prozent), dann kommt es zu Phase fünf, in der die als "kritisch" geltende 33-prozentige Auslastung der Intensivkapazitäten mit Covid-Patienten nahezu erreicht wäre. Diese Stufe bringt "Ausgangsbeschränkungen" für Ungeimpfte - den bereits aus früheren Pandemie-Phasen bekannten Lockdown.

Damit wäre für all jene, die weder eine Impfung noch einen aufrechten Genesungs-Status vorweisen können, das Verlassen des eigenen privaten Wohnbereichs nur noch in Ausnahmefällen gestattet. Erlaubt ist dann etwa noch die Grundversorgung (wie Einkäufe) oder der Weg zur Arbeit.

 

Kommentare (99+)
Kulak
6
11
Lesenswert?

Die orthodoxen Juden waren schlauer (kein Wunder bei dem IQ)

Die orthodoxen Juden in Israel sind sehr impfskeptisch (um 20 Prozent doppelt geimpft), haben aber anteilsmäßig weniger Fälle als die durchgeimpfte übrige Bevölkerung.

Sie haben 2020/21 ihre Kinder und Jugendlichen, die typischerweise in Internaten beschult werden, für mehrere Wochen nicht nach Hause fahren und sich gegenseitig anstecken lassen. Die Kinder und Jugendlichen sind jetzt alle immun und das ist bei dem Kinderreichtum der strenggläubigen Juden der entscheidende Faktor. So schützt man die Alten am Besten.

Wir Oberschlaumeier haben die Kinder ein Jahr lang zu Hause eingesperrt und wollen ihnen jetzt auch noch die Spritze hineinjagen, damit sie ihre geimpften Großeltern nicht anstecken.

a4711
3
14
Lesenswert?

Die neuen Schritte betreffen vor allem Menschen ohne Impfschutz.“

So Mückstein ( War auch der , der auch behauptet hat eine Impfung geht nicht ins Blut und der Virus kann zwischen Geimpften und Ungeimpften unterscheiden..) spricht für das Fachwissen unglaublich !
Fakt ist das.(.Zitat Servus TV Wegscheider )
Bei unter sechzigjährigen von 28566 positiven Fällen ..8794 doppelt geimpft waren = 31%
Bei über sechzigjährigen von 3767 positiven Fällen... 2291 doppelt geimpft waren =61%
und damit auch das Virus weitergeben können
Aber das wird bewusst von unseren zuständigen Politiker verschwiegen !!
Ja im Gegenteil da werden Gesunde ich betone " Gesunde Bürger "auf Übelste Beschimpft und so hingestellt das Sie an der Pandemie schuld seien!
das schaut dann so aus
Ich werde es als Bundeskanzler nicht zulassen, dass das Gesundheitssystem überlastet wird, weil noch zu viele Zögerer und Zauderer gibt, die sich noch nicht zu einer Impfung durchringen können..
Unglaublich ..

david965bc
13
24
Lesenswert?

Da die Pandemie im privaten Bereich so gut wie beendet erklärt worden ist,

kann man daraus schlussfolgern, das die Impfung sehr gut wirkt.

Das der öffentliche Bereich die Pandemie noch nicht für beendet erklärt hat, liegt daran, das man das Gesundheitspersonal schonen muss, um zu verhindern, das noch mehr Personal von selbst aus kündigt.

Und je weniger Personal, desto weniger Intensivbetten stehen zur Verfügung. Wenn man das alles miteinbezieht, kann man sagen, die Impfung bewahrt uns vor schlimmeren Dramen.

Höhere Bezahlung bedeutet jedoch auch höhere Abgaben, darum scheut womöglich die Regierung hier zu handeln. Bessere Arbeitsbedingungen geht eben nur über mehr Personal, und mehr Personal kostet eben mehr.

Irgendeiner
18
9
Lesenswert?

Beendet wurde die Pandemie immer generell, von Basti und jetzt von Blümel,

und es war immer Mumpitz.Und der private Bereich war immer eine blöde Ausrede,weil von irgendwoher kommts in die Familien,ist keine generatio spontanae,aber wenn du vom privaten Bereich faselst mußt die Orte der Verteilung, etwa Schulen oder Wirtshäuser nicht schließen,das war der Sinn und alle Interessensvertreter haben jubelnd zugestimmt, daß es bei ihnen ganz sicher nicht passiert,sondern privat,Schwachsinn kann auch Junge kriegen.Was uns der irrationale Wechsel von jeder wird einen kennen zu Licht am Ende des Tunnels im wechselnde Hüh und Hott gebracht hat, ist da´ß der andere Studienabbrecher gedacht hat,ich plappere auch aber gründlich und leugne es ganz und jetzt viele die ganze Sache nicht mehr ernst nehmen.
Bei den Intensivbetten hast du recht, die stehen und fallen nicht so sehr mit der technischen Einrichtung ,sondern mit dem Personal weil die wirklich was können müssen, da kannst nicht jeden hinstellen selbst wenn er ein guter Pfleger, eine gute Schwester ist,die Sache hat eine andere Penibilität.Und ich würd jetzt schauen daß das Werkel perfekt funktioniert denn das Experiment erst was zu tun wenn es ziemlich voll ist ist schlicht wahnsinnig.

Amadeus005
18
14
Lesenswert?

Was ist bei den höheren Stufen mit Kindern <12

Gilt dann für die wieder Home-Schooling?
Ist das für die >=12-jährigen okay, wenn sie den Kindern wieder ein Schuljahr vermiesen?

Ba.Ge.
7
15
Lesenswert?

Die höchste Stufe würde dann für alle gelten, ja.

Daher würde ich empfehlen, vorausschauend schon jetzt Dinge, die wohl bestimmt besser als Fernunterricht mit (im schlimmsten Fall) unbeaufsichtigten Kindern funktionieren würden [zb die Uni, aber auch soziale Treffen *so leid es mir tut*])einzuschränken. Um es womöglich doch nicht erneut soweit kommen zu lassen.

mikai
29
70
Lesenswert?

Statistik

Reden wir mal über Fakten: Ö hat rund 8,9 Mio Einwohner, lt Statistik Austria sind davon rund 1,3 Mio unter 14 Jahren (Anm. für unter 12 jährige ist keine Corona Impfung zugelassen). Also sind für unsere Betrachtung rund 7,6 Mio „impfbar“. Das Dashboard steht heute bei 5,56 Mio „Vollimmunisierten“; also mein Taschenrechner kommt damit auf rund 73% - wieso werden wir also in Panik gehalten? Rein politisches Interesse - nur Ablenkung von den aktuellen Skandalen.

Irgendeiner
16
20
Lesenswert?

Nein,das ist nicht Panikmache, das hat Basti auch nicht erfunden,

nicht nur weil er noch nie Phantasie gezeigt hätte sondern weil es überall so läuft,nur der Spieler auf der anderen Seite ist neu und möglicherweise nicht der letzte der einläuft und zuwarten bis die Stationen voll sind ist Schwachsinn.Und das Geplapper in der Pandemie i s t einer der Skandale
aber wir müssen durch mit der maximalen Zahl an Lebenden und Ungeschädigten, das hätte von Anfang an das Ziel sein müssen, nicht Selbstdarstellung und Pressekonferenzen und ein Virus kann nichtmal die türkise Truppe unter Druck setzen, dem ist das so wurst wie mir.Aber ihr solltet es endlich ernst nehmen,wenn die Variante jetzt das schlimmste ist was kommt hama nämlich immer noch Glück gehabt,die Impfung schützt da zumindest teilweise,nichtmal das muß so bleiben,was C1.2 tun könnte will ich mir gar nicht vorstellen.

checker43
31
38
Lesenswert?

Weil

der Anteil an der Bevölkerung gerechnet wird, nicht an den Impfbaren. Auch Unter-12-Jährige werden bereits geimpft. Sind also auch impfbar, wenn auch Off-Label.

Und ich fühle keine Panik, ich sehe einen starken Anstieg der Infektionen und damit die Notwendigkeit, den im Artikel beschriebenen Maßnahmenplan zu erstellen.

mikai
25
52
Lesenswert?

Impfung für Kinder

Keine der Impfungen hat eine Zulassung für Kinder. Ganz schön frech diese Gruppe in der Statistik nicht auszuscheiden. Und die rund 0,7 Mio „Genesenen“ hab ich noch nicht mal erwähnt… es passt einfach vorn und hinten nicht. Und darauf werden Entscheidungen und Verordnungen begründet! Unfassbar…

Himmelschimmel
2
1
Lesenswert?

Das ist aber jetzt wohl

nicht Ihr Ernst. Die unter 12-Jährigen gehören ja auch zur Gesamtbevölkerung. Oder leben die woanders? die allermeisten von uns haben täglich irgendwie Kontakt mit ihnen! Und wenn sie nicht geimpft werden können, so müssen doch die Impfbaren unter uns dafür sorgen, dass die magischen 80 Prozent für eine ausreichende Immunisierung der Gesamtbevölkerung erreicht werden können.

cicero1111
15
17
Lesenswert?

Endlich eine vernünftige Aussage u Maßnahme!

Hätte schon längst klar gemacht werden sollen. Als Patient mit MECFS, wenn zum Zug gehe, bin so außer Atem, dass unmöglich Maske nehmen kann. Sonst ersticke. Nach 5 Minuten geht's. Von Krankenkassen wird man nur verarscht. Für die gibt´s die Krankheit nicht. Manche verbringen ihr Leben nur im Bett, isoliert, mit immensen Schmerzen.

Es gibt Petition auf openpetition.eu!

cicero1111
3
10
Lesenswert?

aus Petition

ME/CFS ist eine schwere Multisystemerkrankung, von der in Österreich aktuell zwischen 26.000 und 80.000 Menschen betroffen sind [1]. Die Erkrankung führt, je nach Ausprägung, bei den meisten Betroffenen zu schweren körperlichen Einschränkungen und zum Verlust der Arbeitsfähigkeit. Trotz der hohen Anzahl an Betroffenen und der Schwere der Krankheit, ist ME/CFS wenig bekannt, unzureichend erforscht und die Betroffenen sind im Gesundheits- und Sozialsystem schlecht versorgt.

Stelzer
20
29
Lesenswert?

....

die regierung soll endlich sagen das sie eine impfpflicht haben wollen und nicht die ungeimpften blöd schickanieren. 😤😤😤😤😤😤😤

Kulak
26
37
Lesenswert?

Impfpflicht lässt sich nicht begründen

Wenn ein nicht Geimpfter mit dem Strafbescheid wg. Verstoß gegen Impfpflicht zum Verwaltungsgericht geht und die sich die Daten anschauen, zum Beispiel wie viele doppelt Geimpfte mit Corona im Krankenhaus liegen, ist die Impfpflicht gleich wieder Geschichte.

Deshalb wird es keine Impfpflicht geben.

Sekkieren kann man nur jemanden, der sich sekkieren lässt.

Madame Curie
2
1
Lesenswert?

... ob Sie intelligent sind?

Wie kann man nur so dumm sein, schon mal selbst was wissenschaftliches darüber gelesen? Können Sie lesen und interpretieren, lesen Sie alles, oder nur die Überschriften? ... oder nur dem gefährlichen Kickl zugehört und blöd nachgeplappert!

Rinder
19
54
Lesenswert?

Maßnahme

600 als Grenze ist schon sehr hoch.

eratum
36
45
Lesenswert?

Man kann den vielen "Neuinfektionen"

auch was Positives abgewinnen - mit jedem Einzelnen gehts ein Stück Richtung zunehmender Immunisierung, und das wirksamer als mit der Impfung. Waren es vor etwa einem Monat noch 850.000 die zum Ziel fehlten, dürfte es aktuell, mit neu Geimpften und Infizierten, wohl nur mehr die Hälfte sein. Die Belegungen der Intensivstationen mit Covid-Patienten sind aktuell weit weg von einer Überlastung - also ich bin mal optimistisch :)
Ja, man muss nicht immer in manischer Art und Weise die Menschen beschimpfen, die sich - aus welchen Gründen auch immer, die auch keinen was angehn (nein, keine Beispiele, es geht niemanden was an, das ist auch keine Krankheit, die annähernd eine Impfpflicht indiziert) - nicht impfen lassen.
Also, lassts euch von den Medien nicht runterziehn, auch wenn Sie täglich die Apokalypse konstruieren...

Himmelschimmel
5
14
Lesenswert?

eratum

Na, Apokalypse stelle ich mir anders vor und von Impfpflicht ist derzeit ja auch noch keine Rede. Aber das Argument, dass es mit jedem einzelnen Infizierten in Richtung zunehmender Immunisierung der Gesamtbevölkerung geht, das hat schon was für sich. Also, los, Eratum: Keine FFP2-Maske beim Einkaufen, in der Disco, beim Fußballmatch oder im Theater, kein Testen (von Impfen rede ich gar nicht) und Sie sind am besten Weg, die Immunisierung voranzutreiben! Ein wertvoller Mensch! Ich bin leider zu feige. Ich habe nicht Ihren Mut.

Madame Curie
0
0
Lesenswert?

verzichtet im Ernstfall NATÜRLICH auf sein Intensivbett

.... und dann ja kein Intensivbett beanspruchen! !!!!!!!!
Bitte in eine Liste eintragen lassen, dass er darauf verzichtet!

eratum
6
11
Lesenswert?

Ich bin geimpft

und was finden Sie bez. Immunisierung durch Infizierung seltsam? Vor allem bei den Kindern - selbst Christian Drosten hat vor einigen Wochen gemeint, dass man das Virus in Bildungseinrichtungen ruhig auch mal laufen lassen kann.
Aber ich denke, Sie wollten einfach Ihren widergekauten Müll loswerden und ihre Meinung zum Thema manifestieren - völlig egal was Realität und Fakt ist. Gut gemacht.

blackpanther
6
10
Lesenswert?

Immunisierung durch Infizierung

klingt ja einfach, aber wer sagt mir, dass ich nichts merke? Ein Verwandter wollte auch auf den Herbst bis zur Impfung warten, weil er im Sommer am Bau so viel zu tun hat und er nicht eventuell einen Tag, falls er Impfnebenwirkungen hat, versäumen wollte. Er hat sich jetzt vor vier Wochen infiziert, mußte zwar nicht ins Spital, kann aber kaum im Haus ins obere Stockwerk gehen, weil ihm noch immer die Kraft fehlt, ans Arbeiten - weil körperlich am Bau - braucht er gar nicht denken. Jetzt ärgert er sich über sich selbst, weil er zu lasch war, die Impfung gleich zu machen - er ist kein Impfverweigerer oder Skeptiker, sondern nach dem Motto „wird schon nix sein bis ich zur Impfung gehe“.

Ba.Ge.
13
34
Lesenswert?

Blöd nur

das auch eine durch durchgemachter Krankheit erworbene Immunität individuell langsam/schnell vergeht? Selbst danach ist man noch nicht unsterblich…

eratum
9
32
Lesenswert?

ja und?

soll ma sich jetzt bis ans Lebensende einsperren deswegen, oder diesem Virus den höchsten Stellenwert im Leben einräumen?
Ob der Schutz nach durchgemachter Infektion vergeht, darüber gibts noch keine validen Daten, es geht aber primär darum, dass eine "kritische" Anzahl an Menschen ständig die Antikörper inne hat. Das ist ja das Hauptproblem an der Pandemie - das Virus ist neu und es sind noch zuwenige Menschen immun. Würde es das RSV-Virus bis diesen Winter zB. nicht geben und angenommen, es würde plötzlich auftauchen - wir hätten das gleiche Problem wie mit Covid, vermutlich sogar noch schlimmer. Aber glücklicherweise gibt es genügend Menschen mit Antikörpern dagegen, dass eben keine Pandemie draus wird und es bei einer überschaubaren Anzahl an Menschen bleibt, die ins Krankenhaus/Intensiv müssen. Und gleich wirds mit Covid werden. Wenn wir in 10 Jahren noch immer PCR-Tests machen würden, wir hätten vermutlich auch jede Saison tausende asymptomatisch Infizierte, dann wirds aber behandelt wie heute eine Grippe. So hats mir zumindest mein Hausarzt erklärt - und für mich klingts auch plausibel...

Ba.Ge.
5
5
Lesenswert?

Genau so würde ich es auch verstehen.

Genau das bedeutet, dass wir die Zeit bis es eine normale Grippe ist (sie sprechen von 10 Jahren) aber halt trotzdem einige Maßnahmen immer mal wieder anwenden.

eratum
10
8
Lesenswert?

Es steht Ihnen frei, Maßnahmen anzuwenden

Ich für meinen Teil mache das nicht.
Die 10 Jahre waren einfach mal raus gemeint - ich denke schon, dass mit den steigenden Infektionszahlen und den bereits Geimpften wir in ein paar Wochen oder Monaten soweit sind...

 
Kommentare 1-26 von 289