PflegenotstandPensionistenverband kritisiert Untätigkeit der Regierung

SPÖ-Pensionistensprecher Peter Kostelka warnt vor Pflegenotstand im Herbst.

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Pflegenotstand: "Es ist bereits fünf nach zwölf!"
Pflegenotstand: "Es ist bereits fünf nach zwölf!" © Kleine Zeitung / Weichselbraun
 

Der SPÖ-Pensionistenverband ortet bei der Regierung Untätigkeit im Bereich der Pflege und warnt vor einem drohenden Notstand. "In Sachen Pflegekräftemangel ist es nicht mehr fünf vor, sondern bereits fünf nach 12. Der Personalmangel ist schon jetzt deutlich spürbar. Und er wird sich noch deutlich verschärfen", warnte Pensionistenverbandspräsident Peter Kostelka. Auch die NEOS vermissen Handlungen seitens der Regierung, wie Gesundheitssprecher Gerald Loacker sagte.

"Die Regierung muss jetzt endlich die notwendigen Schritte setzen, sonst droht ein neuerlicher Pflegenotstand mit Chaos auf Kosten der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen", so Kostelka in einer Aussendung am Samstag. Es müsse dringend neues Personal ausgebildet werden, fordert er. "Hier müssen wir jetzt auch besonders das Potenzial jener Personen nutzen, die durch Corona ihren Arbeitsplatz verloren haben bzw. daran denken, sich beruflich zu verändern."

Kostenlose Aus- und Weiterbildung

Konkret brauche es flächendeckende, kostenlose Aus-, Um- und Weiterbildungsmöglichkeiten, finanzielle Unterstützung während der Ausbildung, ein attraktives, faires Einstiegsgehalt und ein "gesundes" Arbeitsumfeld durch geregelte Dienst- und ausreichend Ruhe-Zeiten. "Bis 2030 brauchen wir 100.000 Menschen mehr im Pflegebereich." Die "vollmundig vor über 4 Jahren angekündigte Pflegereform" müsse endlich umgesetzt werden, fordert Kostelka.

"Die Pflegereform wird seit Jahren angekündigt und Minister nach Minister steht angeblich kurz vor der Präsentation, Sebastian Kurz hat 2018 einen 'Masterplan Pflege' präsentiert. Jetzt zeigt sich aber wieder, dass es nach wie vor keine Pläne und keine Abstimmung zwischen den Ministerien gibt.

Von Ankündigungen und Pressekonferenzen können sich die Betroffenen und Pflegenden aber nichts kaufen", kritisierte auch Loacker. Er verwies auf parlamentarische Anfragen, aus deren Beantwortung hervorgehe, dass es zu weniger Neueinsteiger in den Pflegeberuf gebe.

Kommentare (2)
GordonKelz
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Die Pensionistenverbände sollten sich gar

nicht aufregen, die kümmern sich in Sache
Pflege, Sterben, Bestattung um nichts, mit der Ausrede "...das interessiert die Leute nicht...." pers.bei einem Gespräch mit Frau
Scheucher!! Deshalb sind diesen Verbänden oder wie immer, die HORRORGEBÜHREN
des Landes und der Gemeinden beim Tod völlig egal! Hauptsache die Pensionisten -
nachrichten sind voll mit Ausflügen.....
Gordon Kelz

rebuh
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daran denken sich beruflich zu verändern

hab geglaubt es ist gerade das pflegepersonal, welches sich verändern will!