Autobahn-EvaluierungGewessler streicht A3-Verlängerung, S10-Lückenschluss kommt

Im Windschatten des Weltklimaberichts präsentiert Klimaministerin Leonore Gewessler (Grüne) zwei erste Teilergebnisse der Evaluierung von Autobahnprojekten.

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PK 'EINIGUNG BEIM ERNEUERBAREN-AUSBAU-GESETZ': BM GEWESSLER
© APA/MICHAEL GRUBER
 

Klimaministerin Leonore Gewessler (Grüne) hat am Montag - wohl nicht zufällig kurz nach der Präsentation des neuen Weltklimaberichts - erste Ergebnisse der umstrittenen Evaluierung des Asfinag-Bauprogramms verkündet.

Zwei Entscheidungen sind einer Aussendung Gewesslers zufolge fix: Die Südostautobahn A3 wird im Mittelburgenland doch nicht mehr bis zur ungarischen Grenze verlängert - das entsprechende Projekt, das rund zehn Kilometer mehr Autobahn umfasst hätte, wird aus dem Bauprogramm gestrichen.

Der Lückenschluss der Mühlviertler Schnellstraße S10 in Oberösterreich darf dagegen im Wesentlichen wie geplant fortgesetzt werden, weil es um die Entlastung betroffener Ortschaften geht. Die Asfinag werde aber demnächst einen Runden Tisch einberufen, um Lärmschutzmaßnahmen und nachzubessern und landwirtschaftlich genutzte Flächen entlang der Trasse besser einzubinden.

Bahnstrecke Linz-Prag soll ausgebaut werden

Besonders überraschend sind beide Entscheidungen nicht: Die burgenländisch Landesregierung hatte sich mehrfach gegen die A3-Verlängerung ausgesprochen. "Das Land Burgenland hat bereits vor drei Jahren gefordert, dass es im Bereich der A3 neue Lösungen braucht – diesem Anliegen kommen wir jetzt nach", so Gewessler - sie will gemeinsam mit dem Land Alternativen suchen.

In Oberösterreich gehe es dagegen um die Entlastung einer Gemeinde: "Die Rainbacherinnen und Rainbacher wünschen sich zurecht eine Entlastung von der Transitlawine", so Gewessler.

Sie kündigt außerdem an, gemeinsam mit den ÖBB die Untersuchungen für den Ausbau Bahntrasse der Linz-Prag zu einer Hochleistungsstrecke zu starten. Langfristig könnte die Fahrzeit zwischen Linz und Prag "auf 2,5 Stunden nahezu halbiert werden". Zwischen Linz und Budweis sollen die Züge nur mehr eine Stunde fahren.

Die weiteren Ergebnisse der Evaluierung - die in den vergangenen Wochen mehrfach zu Verstimmungen in der Koalition geführt hatte - sollen im Herbst vorliegen.

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Danke für Ihr Verständnis.

umo10
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Die Steinzeit wird leiser, stinkt nicht und bringt Menschen wieder zusammen

Danke Eleonore 😘

Patriot
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Bravo Frau BM in Gewessler!

Sie zeigen Verstand, Weitblick und Verantwortung, was man den türkisen und blauen Betonierern nicht nachsagen kann! Die nächsten Generationen werden's Ihnen danken!

Lamax2
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Schilda wird immer moderner

Behindert die Menschen, wo es nur geht und verlangt Steuern auf CO2. Sollen alle zu Fuß gehen, die Waren mit dem Lastenfahrrad transportiert werden? Macht die Wirtschaft kaputt, aber verlangt immer mehr Steuern. Ich glaube, nach diesem Motto agiert diese überheblich "freundliche" Ministerin. "Wir werden Vorreiter" verkündet sie und erntet bei den meisten Menschen nur mehr Kopfschüteln. Wir wollen nicht in die Steinzeit zurück, aber auch nicht von Naiven regiert werden.

Landbomeranze
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Die Gewessler wird Vorreiter aber

weder die Amis, noch die Chinesen und noch weniger die Inder (größte Emittenten) werden ihr folgen. Damit dann das Klima in Österreich besser wird, machen wir einen Zaun, der bis in die Stratosphäre reicht. Vorteil, den überklettert kein illegaler Wirtschaftsflüchtling. Bravo!

Rinder
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Evaluieren

Wer stoppt Frau Gewessler? Diese kurzsichtige und machtgeile Frau können sich die Österreicher*innen auf Dauer nicht leisten. Die Erstellung und Bearbeitung der bisherigen Pläne hat sehr viel Steuergeld gekostet. Der Schwerverkehr wird weiter durch kleine Ortschaften fahren, und die Bewohner schwer belasten. Das schützt die Umwelt und Gesundheit erst recht nicht.

contax
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Wie heißt es im Artikel?

"Die burgenländisch Landesregierung hatte sich mehrfach gegen die A3-Verlängerung ausgesprochen. " Und die ist bekanntlich nicht grün.

X22
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Sie haben keine Ahnung, oder?

Sieben Bürgerinitiativen aus dem Bezirk Eisenstadt Umgebung und der Landeshauptstadt, die sich zur Plattform BIG A3 formiert haben, forderten jüngst von den neun burgenländischen Nationalratsabgeordneten einen Schulterschluss gegen den Lückenschluss der Südostautobahn A3. Die Verlängerung der A3 sollte aus dem Bundesstraßengesetz gestrichen werden, damit wäre der seit mehr als eineinhalb Jahrzehnten hin- und hergewälzte Weiterbau vom Knoten Eisenstadt bis zur ungarischen Grenze vom Tisch. Man werde die Bevölkerung vor der Landtagswahl am 26. Jänner über die Reaktion der Nationalräte informieren, fügten BIG-A3-Vertreter an.

Mandatare von Türkis und Grün – die über eine Koalition verhandeln – haben vergangenen Mittwoch eine andere Initiative gesetzt: Mit einem Entschließungsantrag soll das Verkehrsministerium beauftragt werden, bis Mitte 2020 eine Evaluierung der Auswirkungen eines A3-Ausbaus vorzulegen. „Bevor weitere Entscheidungen getroffen werden, müssen alle Fakten auf den Tisch“, sagte ÖVP-Chef und Eisenstadts Bürgermeister Thomas Steiner, der den Vorstoß mit den Nationalräten Gaby Schwarz und Christoph Zarits sowie Hornsteins Bürgermeister und ÖVP-Landtagsabgeordneter Christoph Wolf präsentierte. Das türkise Quartett hofft, dass die burgenländischen Nationalratsmandatare von Rot und Blau mitziehen. (Kurier 2019)

madermax
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Ein Blick auf Google Maps…

zeigt von der Anschlussstelle A3 Wulkaprodersdorf bis zur Grenze Ungarn nur 5km. Weitere 5km sind es von der Grenze bis zur Anschlussstelle M85 in Sopron.

Heißt also Zusammengefasst: Von der Autobahn runter, 5km lang österreichische Ortschaften verpesten, und dann wieder in Ungarn auf die Autobahn auffahren… Muss man nicht verstehen oder?

X22
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Die A3 geht nur bis zum Knoten Eisenstadt und von sind es 10 Km

Eisapfel00
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???

Wo werden die dann Fahren---ca. 10 Kilometer---natürlich auf Bundes und Landesstraßen.

goje
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Die fahren mit dem Zug

... bestenfalls von Linz nach Prag ;-)

pecunianonolet
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so kurzsichtig

können nur die GrünInnen sein