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Ministerium stellt klarImpfung mit Sputnik oder Sinopharm gilt nicht für Grünen Pass

Wer sich mit Sputnik V oder Sinopharm impfen hat lassen, muss in Österreich weiter einen negativen Test vorweisen. Eine neuerliche Impfung mit einem von der EMA zugelassenen Impfstoff wird Betroffenen nicht empfohlen.

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Wer mit Sputnik geimpft wurde, muss sich weiter testen lassen.
Wer mit Sputnik geimpft wurde, muss sich weiter testen lassen. © imago images/Pacific Press Agency (Saman Abesiriwardana via www.imago-images.de)
 

Für den österreichischen Grünen Pass, der die Eintrittskarte ins Kaffeehaus oder Freibad sein wird, gilt nicht jeder Corona-Impfstoff.  Wie das Gesundheitsministerium klarstellte, werden nur die in der EU zugelassenen Impfstoffe akzeptiert.

Wer sich im Ausland mit dem russischen Impfstoff Sputnik V oder dem chinesischen Sinopharm immunisieren hat lassen, muss also trotzdem einen negativen Test vorweisen. Eine "Nachimpfung" empfiehlt das Gesundheitsministerium derzeit nicht.

Als "Nachweis einer geringen epidemiologischen Gefahr" fürs Gasthaus, Hotel und Co. gelten Bestätigungen über eine überstandene Corona-Infektion während der vergangenen sechs Monate, aktuelle negative Antigen- oder PCR-Tests oder eben auch eine Impfung "mit einem zentral zugelassenen Impfstoff gegen COVID-19", wie es in der Verordnung heißt.

Nur von der EMA zugelassene Impfstoffe gelten als Nachweis

"Als Impf-Nachweis zählen all jene Impfstoffe, die von der EMA zugelassen worden sind", betont das Gesundheitsministerium. Das umfasst derzeit konkret Biontech Pfizer, Moderna, AstraZeneca sowie Johnson & Johnson.

In Serbien etwa konnten sich zwischenzeitlich auch Ausländer, also auch Österreicher, impfen lassen. Dort wurden allerdings auch Sputnik V und Sinopharm gespritzt - wer diese Impfstoffe bekommen hat, gilt in Österreich nun nicht als geimpft im Sinne des Grünen Passes und muss sich trotzdem vorm Gasthausbesuch testen lassen.

"Das breit gefächerte Testangebot steht selbstverständlich auch jenen Menschen zur Verfügung, die sich freiwillig mit einem nicht in der EU zugelassenen Impfstoff haben impfen lassen", erklärte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) in einer Stellungnahme auf Anfrage der APA.

"Dass sich diese Menschen noch einmal mit einem EMA-zugelassenen Impfstoff impfen lassen, können wir derzeit noch nicht empfehlen. Dafür gibt es aktuell nicht genügend wissenschaftliche Daten."

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Danke für Ihr Verständnis.

wirklichnicht
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Da wird Hallstatt aber leer bleiben und die Tourismuswirtschaft protestieren

Ob Sputnik oder Sinopharm Nebenwirkungen im Heimatland hatten, ist ja bei uns egal, wenn jemand bei uns ins Hotel eincheckt. Wichtig ist nur, ob die Personen bei uns ansteckend sind. Und das sind sie zu 90% nicht, wie mittlerweile millionenfach bewiesen wurde.

dieRealität2019
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Und was würden die Europäer sagen,

wenn Nicht EU Länder die Zulassungen aus anderen Länder nicht akzeptieren würden? Man spricht also vergleichbaren Institutionen in diesen Länder die fachliche Qualifikation ab? Typisch EU und Österreich. Letztklassige mies Verhaltensweisen. Wobei ich dahinstellen möchte, dass diese Vorgangsweisen nicht den gültigen internationalen gesetzlichen Grundlagen entsprechen.

scionescio
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@Scheinwelt: Denk einmal scharf nach …

… warum du zB auch ein Auto, das in Usbekistan zugelassen ist, bei uns nicht anmelden kannst ohne es auf unsere Standards hochzurüsten.

Die Standards sind für alle gleich, wurden schon zuvor festgelegt und brauchen nur erfüllt werden - die Russen und Chinesen schaffen es einfach nicht, belastbare Studien zur Prüfung einzureichen und die EU schützt daher völlig zu Recht ihre Bürger vor diesen Impfstoffen- so wie die das auch bei allen anderen Medikamenten, Lebensmitteln, etc. auch tut.

poeseMiezekatz
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das kann nicht ganz stimmen,

denn Lancet, eine der ältesten und renommiertesten medizinischen Fachzeitschriften der Welt, die ein Peer-Review einsetzen, hat Sputnik als "effektiv und sicher" beschrieben.
Sputnik hat im Vergleich sogar bessere Daten geliefert als ein andere Vektorimpfstoff eines bekannten Pharmaunternehmens.
Hier der Link:
https://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(21)00191-4/fulltext

wirklichnicht
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Nein, Nebenwirkungen und Immunität sind zwei paar Schuhe

Das Auto in Usbekistan entspricht ja dem Impfstoff Sputnik. Beides darf bei uns nicht zugelassen werden. Es bringt ja niemand den Impfstoff über die Grenze, darum geht es nicht.
Aber wenn jemand in Usbekistan einen Führerschein macht, darf er trotzdem bei uns einen österreichischen Wagen mieten. Der Führerschein ist der Schutz, dass man mit dem Fahrzeug umgehen kann, aber das unsichere Fahrzeug bleibt im Heimatland.

scionescio
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@wirklichnicht: soweit ich informiert bin …

… überprüft die EMA anhand der vorgelegten Daten sowohl Wirksamkeit als auch Nebenwirkungen.

wirklichnicht
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Nebenwirkungen sind nicht ansteckend

Genau so ist es, die EMA überprüft sowohl Wirksamkeit als auch Nebenwirkungen. Aber die Nebenwirkungen sind für den grünen Pass nicht relevant, weil die Nebenwirkungen sind ja nicht ansteckend.
Wenn jemand mit Kopfschmerzen wegen einer Thrombose ins Gasthaus will, wird der Wirt ihm auch ein Schnitzel geben, da es für andere Personen kein Risiko darstellt, Hauptsache er steckt andere nicht an.

scionescio
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@wirklichnicht: das ist eine verkürzte Denkweise…

… weil für die Kosten der Folgen der Nebenwirkungen der österreichische Steuerzahler aufkommen muss.

wirklichnicht
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@scionescio

Nein: Für chinesische und russische Touristen muss der österreichische Staat nicht aufkommen, denn Nebenwirkungen treten kurz nach der Impfung auf und da sind sie noch in ihrem Land.
Für österreichische Impftouristen, die sich in Serbien mit Sputnik impfen lassen, muss zwar schon der österreichische Staat aufkommen, aber das hat gar nichts mit einem Zutritt zu einem Restaurant, Kino etc. zu tun (Grüner Pass). Auch wenn sie immer daheim sind, entwickeln sich die Nebenwirkungen gleich.

VH7F
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Geimpfte Chinesen und Russen brauchen bei uns eine andere Impfung?

Nach 6 Monaten? Oder wann? Das wird nicht funktionieren? Der Amtsschimmel wiehert ordentlich.

DergeerderteSteirer
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Na bitte @VH7F, lies doch bitte genauer, es steht ja alles im Bericht !!


"Als Impf-Nachweis zählen all jene Impfstoffe, die von der EMA zugelassen worden sind", betont das Gesundheitsministerium. Das umfasst derzeit konkret Biontech Pfizer, Moderna, AstraZeneca sowie Johnson & Johnson.

In Serbien etwa konnten sich zwischenzeitlich auch Ausländer, also auch Österreicher, impfen lassen. Dort wurden allerdings auch Sputnik V und Sinopharm gespritzt - wer diese Impfstoffe bekommen hat, gilt in Österreich nun nicht als geimpft im Sinne des Grünen Passes und muss sich trotzdem vorm Gasthausbesuch testen lassen.

Das sagt doch alles aus, meinst nicht auch User @VH7F !!

kracherl
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Falscher Impfstoff?

Es ist die eine Sache ob man einen Impfstoff zur Verimpfung im Land zulässt, aber wie kommt man dazu, dass man Leuten, die mit einem Impfstoff geimpft wurden, der in etlichen anderen Ländern verimpft wird, sagt, dass der hier nicht gilt?
Wo aber gleichzeitig die Wirksamkeit von zb Sputnik um nichts schlechter sein soll als andere Impfstoffe.
Warum sollen sich geimpfte alle 2-3 Tage testen lassen (nur weil sie den "falschen Impfstoff " haben)?
Warum gibt es da nicht zumindest die Möglichkeit eines Antikörpertests wie bei Genesenen?