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Kein RückhaltAnschober: "Als Gesundheitsminister allein auf weiter Flur"

"Ich dränge, ich drücke, ich fordere alles, was in meiner Kraft steht", so der Gesundheitsminister: Er versuche, weitere Maßnahmen gegen das Virus gegenüber Ländern und Regierungspartnern durchzusetzen.

© ORF / Screenshot
 

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hat am Montagabend in der Zeit im Bild 2 zwar nicht wörtlich, aber implizit einbekannt, dass er während des Covid-Maßnahmengipfels angesichts steigender Inzidenzzahlen auf härtere Maßnahmen gedrängt hatte, aber am Widerstand aus den Bundesländern und auch aus der Bundesregierung gescheitert war: "Als Gesundheitsminister steht man oft allein auf weiter Flur", philosophierte Anschober auf die Frage, warum angesichts der steigenden Zahlen nicht neuerliche Einschränkungen verordnet werden.

Kommentare (99+)
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hoerndl
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Ich bin so froh, dass Herr Arnschober derzeit der Gesundheitsminister ist.

Alle anderen wären eine Katastrophe!

rh222
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Beschluss vom Massnahmen

Was haben wir für Leute da oben sitzen????
Das darf doch bitte nicht wahr sein!
Wenn wir nicht bald die Notbremse ziehen dauert dieser Zustand sicher noch das ganze Jahr an.
Die sollten sich alle zusammen ein Beispiel von Deutschland nehmen.

mahue
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Manfred Hütter: Landeshauptfrau und Landeshauptmänner

Bin kein Hellseher, aber Anschober mit Experten wird heute Abend oder bis spät nach Mitternacht, mit diesen Klartext sprechen (wie in der Nacht Merkel in Deutschland mit ihren Ländervertretern) und es wird verordnet, wie das das Gesetz es zulässt.
Ich war immer schon ein Skeptiker das ein kleines Land wie Österreich (ähnlich groß wie Bayern) 9 Bundesländer mit Landtagen braucht. Bei Ländern ab 50 Millionen Einwohnern und wirklich unterschiedlichen Regionen, sehe ich den Föderalismus ein.
Wir hätten dadurch weniger sogenannte intelligente Politiker mit Doppelfunktion, dann nur mehr im Bundesrat oder Nationalrat.

lamagra
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Teils, teils!

Natürlich wäre eine Reduktion der Verwaltung auf vielen Ebenen begrüßenswert, wird aber NICHT passieren. Es wäre dann unmittelbar aus, mit vielen 'Posterln' für die Verwand- und Bekanntschaft.
-
Und Ihr Wunsch, das Anschober mit denen Schlitten fährt, ist illusorisch!
Er hat sich noch NIE gegen die Landeshauptleute durchgesetzt und er wird es auch jetzt nicht.
Er hat auch noch keine seiner Forderungen, unwidersprochen durchgebracht.
Denn eines ist auch klar, nur mit Panik und Angstmacherei und ständig wechselnden Bezugswerten kann es nicht weitergehen.

strohscw
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"Als Gesundheitsminister steht man oft allein auf weiter Flur",

Eh klar, der Herr Bundeskanzler ist eher ein Schönwetterkanzler. Ist bei jeder Möglichkeit in der ersten Reihe, aber wenn´´ es mal Probleme gibt da lässt er dann doch lieber die anderen ran, könnte ja was Negatives hängen bleiben.
Werde mich auf jeden Fall bei den nächsten Wahlen daran erinnern!

strohscw
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Vielleicht tue ich ihm aber auch Unrecht und

er ist nur mit seinem und Blümmels Notebook spazieren.

Mouette
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Bei uns in Österreich darf jeder mitbestimmen ...

.... aber keiner trägt die Verantwortung! Ich denke da besonders an die Landeshauptleute! Manchmal tut mir der Anschober fast leid. Respekt Herr Anschober, dass Sie dieses Spiel noch mitspielen!

seinerwe
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Das Beste

Jeder will das Beste aber keiner weiss was letztlich das Beste ist. Ein Kompromiss ist eben immer nur die zweitbeste Lösung. Aber solange sich alle beherzt bemühen, passt es...

scionescio
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@seinerwe: ein Kompromiss ist ganz selten eine befriedigende Lösung, weil im Gegensatz zum Konsens alle Beteiligten dabei etwas verlieren ...

... wenn ich Segeln und meine Frau lieber Wellness machen möchte, wäre zB eine Kreuzfahrt so ein Kompromiss (hat auch mit Meer und SChiff zu tun und Wellnessmöglichkeiten gibt es auch dort) - in Wahrheit ist das für uns beide aber die schlechteste Lösung, weil wir das beide nicht mögen und deshalb unsinnig viel Geld dafür ausgeben würden.
Sehr oft ist ein Kompromiss auch sinnvoll gar nicht möglich: wenn sich ein Kind vor dem Zahnarzt fürchtet, ist niemanden geholfen, wenn der Besuch aufgeschoben wird.

Wenn es nicht gelingt einen Konsens herzustellen (durch die besseren Argumente und den Nutzen für alle Beteiligten), muss der Verantwortliche eine Entscheidung treffen und hoffen, dass sie sich als richtig herausstellt, weil er eben abgelöst werden sollte, wenn er zu oft falsch liegt - keine Entscheidung zu treffen und sich durchzuschummeln ist eine klare Führungsschwäche und macht denjenigen ungeeignet für eine Managementposition.

gecko
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So ist es, genau so.

Es gibt Beispiele für Länder, die aktuell Managementstärke zeigen (egal, ob sie immer richtig liegen/lagen): USA, UK, Dänemark, Schweden, sogar Ungarn, Serbien, Israel, ... und andere, die dahinschwurbeln (D, A, ...) und nach der Maxime agieren, „nur nichts falsch machen“. Ist wohl auch kulturell, vermutlich auch historisch begründet.

future4you
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An die Mehrheit der Hinterher-Klügeren

haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, in welch enormer Komfortzone Sie sich eigentlich befinden. Mit den Füßen auf der Wohnzimmercouch und ohne etwas verantworten zu müssen seinen täglichen Senf abliefern zu können, was schon wieder einmal falsch gelaufen ist. Und noch dazu fragt Sie niemand, was sie für bessere Lösungen hätten.
Nur wer schon einmal Führungsverantwortung hatte kann erahnen unter welchem Dauerdruck die Entscheidungsträger nunmehr schon seit über einem Jahr stehen. Von allen Seiten werden sie belagert, weil jeder glaubt, seine Wahrheit durchbringen zu müssen.
Ich verstehe schon, wer sich für solch ein Amt entscheidet, muss mehr aushalten. Aber es täte allen gut, einmal daran zu denken, dass sie auch nur Menschen sind mit allen Stärken und Schwächen und auch ihre Atempausen benötigen.
Und noch viel wichtiger: Auch einmal anzuerkennen, was gut gelaufen ist, nicht nur immer den Dreschflegel zu spielen. Dies zu beherzigen gilt übrigens auch für die Medien!

scionescio
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@future4you: aber niemand zwingt diese Personen, dass sie sich das antun!

If you cant stand the heat - get out of the kitchen!

Natürlich ist der Druck für jeden Verantwortungsträger enorm - aber dafür wird er ja auch entsprechend entlohnt und genießt andere Vorteile.

Es gibt Menschen, die das aushalten, Freude daran haben und viel öfter richtig als falsch liegen - und es gibt Menschen, die daran zugrundegehen, nicht mehr schlafen können, Burnout bekommen, etc - aber die sollten dann irgendwann zur Einsicht kommen, dass sie eben nicht dafür geeignet sind und nur sich selbst und vor allem (je nach Verantwortungsspanne) anderen Schaden zufügen.

Für einen guten Segler mit einem geeigneten Schiff ist Starkwind das reinste Vergnügen und auch für die Crew wird zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr bestehen - wenn der Skipper schlecht ausgebildet ist oder nur so tut, als ob er vom Segeln Ahnung hat, gefährdet er nicht nur sich selbst, sondern auch die Crew, sein eigenes und auch andere Schiffe und vielleicht müssen dann sogar noch andere ihr Leben riskieren, um den unfähigen und sich selbst überschätzenden Skipper zu retten!

UHBP
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@fut...

Wer wünscht sich nicht einen Chef, der die Verantwortung trägt und auch dazu steht.
Leider haben wir es hier mit manch Politiker zu tun, die weder das eine noch das andere machen.
Der Kanzler machte Corona zur Chefsache, ist aber immer darauf bedacht, dass wenn etwas nicht gut läuft -und das ist einmal in einer Pandemie oft so- sofort die Schuld bei anderen zu suchen. Und da schreckt er weder vor Beamten, Koalitionspartner noch vor der EU zurück. Ein ziemlich erbärmliches Verhalten und was Mitarbeiter in Betrieben von solchen Vorgesetzten halten, weiß ein jeder.

lieschenmueller
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Komfortzone nachgedacht

Immer wieder. Und mit Dankbarkeit.

Das Problem ist - und war es auch schon vor Corona - im viel strapazierten "gleichen Boot" sitzen wir nicht. Ob wir nun Politiker sind oder Otto-Normalverbraucher oder sonst wer.

Wo beim einem nicht mal die Füße nass sind, steht dem anderen das Wasser viel höher. Ich möchte nicht das übliche "bis zum Hals" verwenden, weil Abfederungen gibt es zum Glück.

Sorge tragen, dass es nicht kippt, die Gesellschaft sich nicht noch mehr spaltet (und da tragen und trugen Personen aus der Politik leider bei, und das nicht unabsichtlich), darf nicht aus den Augen verloren werden.

Aber im Grunde ist Ihren Worten, future4you, nicht viel hinzuzufügen.

scionescio
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@lieschenmueller: aber typischerweise wird niemand gezwungen, Verantwortung zu übernehmen, die er eigentlich nicht tragen kann ...

... viele haben den Wunsch, etwas zu sein, was sie eigentlich gar nicht sind und überfordern sich, mit allen negativen Folgen für sich selbst und auch andere Beteiligte, ständig selbst.

lieschenmueller
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Auch das, scionescio,

aber die Frage ist, kommt das nicht wiederum auf das Empfinden des (nicht immer zugeneigten) Gegenübers an und auch, würde es die jeweilige Person überhaupt bemerken?

scionescio
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@lieschenmueller: wenn man bereit ist, Verantwortung zu übernehmen ...

... gehört es zu den wichtigsten Eigenschaften, sehr selbstkritisch zu sein und sich regelmäßig anhand von Zahlen, Daten und Fakten zu reflektieren - ich kann mir noch so oft einreden, dass ich der beste Geschäftsführer bin, wenn ich aber ständig einen Verlust einfahre und Mitarbeiter abbauen muss, sollte ich wohl selbst bemerken, dass da etwas nicht passen kann.

Noch wichtiger ist es allerdings, einen Kreis von anderen Menschen zu haben, dem man vertraut und auf deren (fachliches) Urteil man sich verlassen kann, um sich von dort echtes Feedback einzuholen.
Der Kreis muss nicht sehr groß sein, sollte aber dafür hochkarätig sein: es reichen da schon die Ehefrau/Partner und ein paar gute Freunde.

Wer so wenig Selbstbewusstsein hat, dass er sich durch unangemessene Kritik von Ahnungslosen beeinflussen lässt, hat in so einer Position auch nichts verloren, weil er zu leicht zu manipulieren ist und irgendwann dem Druck nicht mehr standhalten wird können.

lieschenmueller
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sehr selbstkritisch

Ich überlege, ob Selbstkritik eine Fähigkeit ist? Falls nicht, sind nicht die besser dran, denen sie nicht eigen ist? Lebt es sich für den nicht einfacher? Fürs Umfeld nein, aber für ihn?

Die Älteren im Forum kennen sicher "unsere kleine Farm". Nelly Olson. (Fand die immer herrlich :-) Eine Schulaufgabe war, über seine eigenen Fehler nachzudenken. O-Ton ihrerseits "Mutter (charakterlicherseits gleich auffällig wie die Tochter) und ich haben die ganze Nacht nachgedacht, aber wir konnten keinen einzigen an uns finden"!

Rudi Anschober als Person ist bestimmt jemand, der in sich gehen kann. Der reflektiert. Der sieht, was alles schief gelaufen ist. Und der es sich leichter machen könnte, den Hut drauf zu hauen.

Ich finde es als Glück, dass er es nicht tut!

scionescio
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@lieschenmueller: Selbstkritik zu üben, bedeutet ja nicht, dass man zwangsläufig daran zerbrechen muss ...

... sondern ist oft auch ein großer Ansporn um besser zu werden, zu lernen, zu trainieren ...Marcel Hirscher hat sich selbst als sehr selbstkritisch gesehen und hat versucht, immer besser zu werden, obwohl er schon fast in einer eigenen Liga gefahren ist. Aber gerade das hat ihm auch die Sicherheit und das Selbstvertrauen gegeben, besser als die anderen zu sein.

Wenn man seine Grenzen kennt, ist das nicht unbedingt ein Widerspruch: ich weiß, dass ich momentan keinen besonders guten Trainingszustand habe, aber mir ist auch bewusst, dass ich mit selbst noch so viel Training meine ehemaligen Höchstleistungen nicht mehr erreichen kann - und das muss nicht deprimierend sein, wenn das Ziel (und damit auch die Befriedigung bei Erreichen des Ziels) ist, sein Bestes im Rahmen der Möglichkeiten zu geben.

Ob jetzt das persönlich Beste absolut gesehen auch ausreichend ist, steht auf einem ganz anderen Blatt: heutzutage würde ich die Verteidigung Familienehre im Marathon eher durch meine Tochter wahrnehmen lassen, weil sie einfach jünger und schneller ist...

Der von mir sehr geschätzte Herr Anschober ist mittlerweile mehr als gezeichnet, hat ja schon einen Burnout hinter sich und ist erst vor kurzem wieder ausgefallen - er sollte auf sich achten und das Amt jemanden übergeben, der sich damit leichter tut und weniger Fehler macht, weil damit nicht nur er vor weiterem Schaden bewahrt wird, sondern das auch für das Land besser ist.

DannyHanny
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Scio

"Viele haben den Wunsch etwas zu sein, was sie eigentlich gar nicht sind"
Und das aus Ihrem Mund......mein Highlight des Tages! 😂😂😂

Morpheus17
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Völliges Versagen von Anschober

Innerhalb eines Jahres kein Konzept für viele Wirtschaftszweige zu haben, zeigt von größtmöglicher Unfähigkeit. Warum gibt es nicht mehr Intensivbetten??? In einem Jahr hätte da der Volkschullehrer schon etwas leisten sollen. Aber nein - ruiniert nur die Gastronomie. Schön langsam merkt der Basti, dass Ihm auch seine Wähler. wie bei Merkel, davonlaufen. Der einzige Lichtblick.

wahlnuss
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Da Sie sich in politischen Fragen sicher besser auskennen als ich,

bitte ich Sie um einen Rat: Falls ich es in Österreich, aufgrund des Versagens der Politiker, nicht mehr aushalte und ich in ein anderes europäisches Land ziehen möchte, welches Land würden Sie mir empfehlen?

Morpheus17
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Bitte hier bleiben

... und helfen Sie diese Versager bei der nächsten Wahl aus dem Amt zu jagen. Andere Länder gehen uns nichts an. Wir müssen darauf achten, dass in unserem Land autoritäre politische Bewegungen in keiner Regierung Platz haben.

SagServus
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Warum gibt es nicht mehr Intensivbetten???

Fragt jemand aus der Partei deren Chef am 13. Jänner 2020 sich noch darüber echauffiert hat, dass Österreich doppelt so viele Akkutbetten wie im EU Schnitt hat und das diese dem Staat jährlich fast 5 Mio. € kosten.

Morpheus17
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..deren Chef??

Sorry, bin mein Eigener. Und gegen den neoliberale Ansatz bei den Spitalsbetten hat kaum jemand aufbegehrt. Trotzdem haben wir ein Jahr die Krise und es wurde noch keine einzige Spezialklinik eröffnet bzw. die Akutbettenanzahl erhöht. Ein glattes Versagen von Anschober.

Lodengrün
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Also @Morpheus

hätten wir nach Hofer die Betten reduziert dann würden wir dumm aus der Wäsche schauen. Und eine Intensivstation errichtet sich auch nicht über Nacht. Brauchst auch Personal dazu. Über Hofer wollen wir bitte nicht diskutieren. Es ist alles übertrieben, lässt sich impfen, seine vorzeitige Frühpensionierung für einen Unfall den er selbst verschuldet hat, sein Zaun, sein Mauerattentat,.... . Er ist unwürdig ein Volksvertreter zu sein.

 
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