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LeitartikelZu wenig, zu langsam: Die Regierung kapituliert auf den letzten Metern der Krise

Im Angesicht grassierender Virusmutation und voller Intensivstationen so kurz vor Ende der Pandemie nicht mehr zu härteren Maßnahmen zu greifen, ist verantwortungslos. Ein Kommentar zu einer Regierung, die nur noch "keine Fehlentwicklungen mehr realisiert".

CORONA: TREFFEN DER BUNDESREGIERUNG MIT EXPERTINNEN UND EXPERTEN UND DEN LANDESHAUPTLEUTEN
© APA/HELMUT FOHRINGER
 

Es war möglicherweise die bizarrste der vielen Pressekonferenzen seit Beginn der Pandemie, zu der sich Regierung und Landeshauptmänner am Montagabend zusammengefunden haben. Zuerst der Bundeskanzler, der lang über die Vorreiterrolle Österreichs erzählte. Bei Tests und billigen Masken, wohlgemerkt, nicht bei den Impfungen.

Kommentare (75)
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isteinschoenerName
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Zeit drn antiquierten, teueren und reformblockierden Föderalismus abzuschaffen

Es ist im 21. Jahrhundert geradezu lächerlich und zu nehmend nicht mehr tragbar, was sich das kleine Land Österreich mit seinen 9 Landeskaisern und 9 komplett eigenen Verwaltungen leistet. Zeit für Reformen ohne Tabus!

VH7F
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400 ist eine klare Ansage

Und Vorarlberg ist derzeit noch ein sehr positives Beispiel in die andere Richtung. Jetzt kommt Ostern und alle werden wieder zusammensitzen und sich anstecken. Das kann auch ein Lockdown nicht verhindern.

wintis_kleine
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@vh

Da bin ich schon neugierig was bei 400 in Wien passiert. Kann mir absolut nicht vorstellen, dass es die gleichen Maßnahmen wie in anderen Regionen Österreichs gibt. Betreffend der "klaren Ansage "

karin666
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DANKE,

für diesen tollen Artikel 👏🏼👏🏼👏🏼

wintis_kleine
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Es stimmt schon

Die Bevölkerung ist müde. Müde der Verordnungen, die kaum mehr jemand versteht, müde der immer wieder propagierten 2 entscheidenden Wochen die noch folgen
, müde der großspurig verkündeten Öffnungen die dann doch keine sind, usw.
Es gibt keine klaren Ansagen mehr, der schwarze Peter wird zwischen den Regierungsparteien hin und her geschoben. Die Einigkeit des März 2020 ist verflogen und viele Politiker aber auch große Teile der Bevölkerung sind wieder auf dem egotrip.
Türkis gegen Grün, Alt gegen Jung, arbeitende gegen arbeitslose, Österreicher gegen zugewanderte, etc.
Ich glaube, dass die Pandemie neben allen gesundheitlichen Schrecken den sie uns brachte erst in Jahren überstanden sein wird, wenn auch die sozialen Gräben hoffentlich wieder zugeschüttet werden konnten. Meiner Meinung nach werden das die größten Herausforderungen neben den medizinischen sein.

Fotomandalas
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Woher wissen Sie, daß das Ende der Pandemie kurz bevorsteht?

Sie haben anscheinend Quellen, die nicht alle haben. Noch nie wurde das so formuliert, daß wir kurz vor Ende der Pandemie stehen. Lesen sie im Kaffeesud
oder wo? Egal ob Verschärfung oder Lockerung, es gibt immer unterschiedliche
Meinungen, aber das klingt jetzt wohl ein wenig abgehoben, es so zu formulieren.

griesbocha
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Ja, auch wenn die Impfung als großes Allheilsmittel verkauft wird:

Die Realität und Wandelbarkeit des Virus wird uns eines Besseren belehren.

bimsi1
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Jeder Mensch ist für seine Gesundheit selbst - bis zu einem gewissen Grad- verantwortlich.

Es gibt die Regeln, die alle bekannt sind. Bis zu einem gewissen Grad ist jeder Mensch selbst für seine Gesundheit verantwortlich. Für ein gutes Immunsystem kann man gesunde Nahrungsmittel zu sich nehmen, viel Gemüse - am besten dreimal am Tag und früh schlafen gehen. Schlaf fördert ein gutes Immunsystem.

ritus
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"man müsse weg von der "reinen Zahlenfixiertheit"....

...ahja? Und auf welcher Grundlage sollen Entscheidungen fallen?
Bauchgefühl? Religion? Parteizugehörigkeit? Wetterlage?
Kaiser hat auch schon mal intelligenter gewirkt, aber Tourismus um jeden Preis geht vor. Wenn´s dann neue Hotspots gibt, ist wieder der Anschober schuld, weil er das Aufsperren erlaubt hat. Er kann sowieso nix richtig machen, weil´s alle besser wissen.

kairos55
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Nicht auf den Hund ....

Nein, man ist auf den österreichischen spezifischen Pragmatismus angekommen.
Und irgendwie kann ich das verstehen und der Herr Redakteur bellt halt .......

SagServus
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...

Wenn die Lage nicht so ernst wäre, würde man meinen, man sitze in einem Kabarett.

Bei uns sind die zahlen am explodieren, Inzidenzen liegen in manchen Regionen >400, die Politiker können sich aber trotzdem nicht durchringen was zu tun ist, nein, noch viel schlimmer, man überlegt sogar noch, wie man trotz der zahlen öffnen kann.

Mittlerweile in Neuseeland:

In der größten Stadt Neuseelands, Auckland mit 1,7 Mio. Einwohner (also ungefähr so viele wie in Wien) gibt es Ende Februar 1(!) neuen Coronafall. Was macht deren Regierung? Die schicken die gesamte Stadt mal für eine Woche in Quarantäne und Lockdown.

griesbocha
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Neuseeland ist eine Insel....

Bevölkerungsdichte: 18/km2. Österreich 106/km2.
Ein naiver Vergleich.

hfg
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Der Bericht beschreibt die verheerende Situation

Treffend - es wird verhandelt bis zum geht nicht mehr bzw. den kleinsten gemeinsamen Nenner- dann eine Pressekonferenz mit fünf Statements - die Lösung wird auf morgen verschoben. Die Zahlen steigen...
Damit auch wasPpositives gesagt wird - das Testen funktioniert sehr gut - leider aber nur bei den Personen die das aus Verstand, Vernunft und Verantwortung freiwillig machen. Das ist zwar die überwiegende Mehrheit aber es genügt leider nicht.

seinerwe
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verantwortungslos?

Dieser Artikel ist etwas vollmundig. Verantwortung gibt es nur bei einer Gesamtsicht und nicht für Einzelprobleme.

edischittl
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"Der Berg kreißte und

gebar eine Maus", sagte schon Horaz. Und trefflicher könnte man das Ergebnis der lange vorbereiteten, hundertfach angekündigten und mehrfach verschobenen Pressekonferenz nicht zusammenfassen.
Unternehmen würden solche Manager wegen Arbeitsverweigerung und bewusster Schädigung des Unternehmens durch Unterlassung zum Teufel jagen. Das gilt diesfalls sowohl für die LH als auch BK und Gesundheitsminister.

gecko
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Zuwenig Erfahrung für eine solche Krise

Woher sollte diese Erfahrung auch kommen? Klare Regeln, klare Linie, klare Kommunikation, datenbasiert agieren, das Gesamtbild nicht aus den Augen verlieren. Inzwischen hat die Regierung große Teile der Bevölkerung verloren, was das Management der Krise natürlich enorm erschwert (auch das noch). Wobei, ich muss immer an ein Twitter Statement denken, über das ich gestolpert bin: "denken Sie auch manchmal, die Opposition sollte übernehmen - und beginnen dann leise zu weinen..."

stprei
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Föderalismus

Leiderist einigen Landespolitikern wie etwa Kaiser oder Doskozil der eigene Umfragewert und die Positionierung wichtiger als die Sicherheit der Bevölkerung. Es wird aber auch so sein, dass sie die Ersten sein werden, die die Regierung dafür kritisieren, wenn im Burgenland keine Betten mehr frei sind oder in Kärnten noch weitere Gemeinden oder Bezirke abgeriegelt werden.

Vorarlberg muss man ausnehmen, dort läuft irgendetwas anders.

Hier wurde von einigen Landeshauptleuten populistisch in die Diskussion eingegrätscht und an und für sich sinnvolle Maßnahmen verhindert.

Das mag zwar einigen gefallen, gesamtgesellschaftlich ist es nicht gut. Und führt zu einer immer stärkeren Entsolidarisierung.

Patriot
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Kurz weiß, was notwendig wäre,

fürchtet sich aber vor der Rache der Unternehmer! Und deshalb eiert er weiter. Staatsmännisch sieht anders aus!

stprei
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Egal

Jeder weiß, dass egal wäre, was Kurz tut, weil man über Kurz schimpfen muss und ohnehin alles falsch ist und nicht passt.

Um viel mehr gehts eigentlich eh nicht mehr.
Man kann schon je nach Tageszeit die Zeitungsmeldungen austauschen:
- Regierung tut zu viel
- Regierung tut zu wenig
- Impfstrategie muss eingehalten werden
- Impfstrategie ist blöd
- Es gibt zu wenig Impfstoff
- Es wird voll viel geimpft
- Man muss mehr informieren und vertrauen
- Man muss mehr vorschreiben

Richtig ist: Man muss verstehen, dass es hier eine starke Polarität der Meinungsbilder gibt und keines der Lager überzeugt werden kann oder will. Die Wahrheit liegt in der Mitte: Es geht, irgendwie, aber es geht. Und wir lernen jeden Tag was neues dazu und kommen leichter damit zu Recht.

RonaldMessics
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Mich würde es....

....nicht wundern, wenn jetzt das Personal in den Krankenhäusern zu einem Protest aufrufen. Diese Entscheidungen werden am Rücken dieser ausgetragenen

VH7F
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Genau für diese Fälle wären die eigentlich da?

Und Stoßzeiten gibt es dort auch immer wieder.

RonaldMessics
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Wieso wären?

Sie sind da, die AN in den Krankenhäusern, und RISKIEREN erhöht auch ihre Gesundheit. Wer die Arbeit des Personals in den Krankenhäusern als eine Art Selbstverständlichkeit betrachtet, der sollte diese mal machen. Ihre Wortmeldung ist entbehrlich und stinkt vor Überheblichkeit

MichaelP
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Entweder - Oder

Entweder wir machen Lockdown, dann aber so, dass er wirkt: Polizei auf die Straße, allenfalls unterstützt durch das Bundesheer und Strafen die wirklich weh tun, auch im privaten Bereich.

Oder wir heben den Lockdown auf und setzen auf das brutale Darwinsche Prinzip, "wer es aushält, ist danach immun" (so wie es die Natur seit Jahrmillionen vorzeigt).

Aber das ewig österreichische hin- und herlavieren macht alles nur schlimmer und die wirtschaftlichen und sozialen Schäden bringen uns als Gesellschaft letztlich um.

SagServus
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...

Die Regierung ist wohl mittlerweile wirklich am Ende.

Und aus Brüssel dürfts für Kurz die nächste Schlappe geben.

Von den vollmundigen 400.000 Impfdosen die Kurz ja großmundig angekündigt hat, könnte es am Ende so ausschauen, dass Österreich keine einzige Impfdose aus den 10. Mio Paket von Biontech/Pfizer erhält.

Grund dafür: Die 10 Millionen Dosen sollen auf jene Staaten aufgeteilt werden, die wegen ihrer hohen Infektionszahlen den größten Bedarf haben. Österreich zählt da nicht dazu.
Die Dosen sollen an Estland, Lettland, Bulgarien und Kroatien ausgeteilt werden.

Das ganze benötigt aber Einstimmigkeit. Sprich Kurz könnte diesen Plan mit einem Veto blockieren.
Aber wieso sollte er das wo es er doch war, der diese Schieflage angeprangert hat und diese Länder vor den Vorhang gezerrt hat. Er wird doch nicht nur aus reinem Kalkül die EU angepatzt haben oder?

griesbocha
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Das stimmt nicht. Wir bekommen von den 10 mio Dosen auch unseren Anteil.

Kurz hat aber vollmundig von 400t Dosen gesprochen, also von 200t extra Dosen.
Unser Anteil beträgt regulär 2%, wir bekommen also die 200t jedenfalls.

froed
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Schützenhöfer

Wiedermal ein unfassbarer Auftritt von unserem LH im Rahmen der gestrigen PK. Man kann sich als Steirer nur genieren. Diese Mischung aus Pfarrer und Buschenschankstammgast ist wohl für die aktuell fordernde Situation absolut ungeeignet.

 
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