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Johann Fuchs im PorträtAls Chefankläger selbst in den Fängen der Justiz

Der Chef der Oberstaatsanwaltschaft in Wien legte sich öffentlichkeitswirksam mit der ihm unterstehenden Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft an. Jetzt ist er selbst im Visier der Justiz und musste sogar sein Handy zwecks Auswertung abgeben.

AMTSEINFUeHRUNG LEIDER DER OBERSTAATSANWALTSCHAFT WIEN: FUCHS
© APA/ROLAND SCHLAGER
 

Die Meldung schlug wie eine Bombe ein: Das Handy des Chefs der Wiener Oberstaatsanwaltschaft wurde konfisziert. Blöd gelaufen war es für Johann Fuchs schon zu vor, im Ibiza-U-Ausschuss. Dass er nicht genau zu sagen wusste, ob und worüber er den suspendierten Sektionschef im Justizministerium, Christian Pilnacek, informierte, was den Stand der Ermittlungen betrifft, warf kein gutes Licht auf die Gewaltentrennung. Jetzt hat er es mit Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Innsbruck und mit einer Disziplinaranzeige zu tun.

Kommentare (2)
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HannesK
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Gelbe und rote Karten für die Justiz

Es ist doch offensichtlich: unter ÖVP-Justizministern wurde bei seltsamen Dingen schnell weggeschaut. Endlich kommt frischer Wind in die Räume besonderer dreister und präpotent wirkender Justiz-Bonzen. Allein Sektionschef-Pilnaceks Aufforderung "Daschlogts es!" (Eurofighterverfahren) zeigt einen gewissen - auch verbalen Machtmissbrauch auf besonderen Ebenen. Mögen der ÖVP die ständigen peinlichen Fluchtversuche nach vorne weiterhin daneben gehen!
Und möge die sattelfeste Justizministerin Alma Zadić mutig wie bisher, und ohne sich einschüchtern zu lassen, gelbe und rote Karten bereit halten!

UHBP
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@hann.

Wenn sie zu genau hinschaut, könnte der Basti wieder einmal die Regierung sprengen. Der Kickl war ihm auch zu unangenehm. Das Ende ist bekannt.