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AnalyseWarum die christlich-soziale Umkehr der ÖVP ein grüner Wunschtraum bleibt

Die ÖVP hat sich in den vergangenen fünf Jahren verändert - nicht nur in der Partei, sondern auch in ihrer Wählerschaft.

Sebastian Kurz und Reinhold Mitterlehner anlässlich des Wahlkampauftaktes der ÖVP 2015
Sebastian Kurz und Reinhold Mitterlehner anlässlich des Wahlkampauftaktes der ÖVP 2015 © (c) APA/HARALD DOSTAL (HARALD DOSTAL)
 

Die Hoffnung mancher Grüner, dass infolge der dramatischen Bilder aus Moria wie auch der jüngsten Abschiebung innerhalb der ÖVP ein Gärungsprozess stattfindet und der christlich-soziale Flügel einen Kurswechsel herbeiführt, bleibt Wunschdenken. „Es mag schon sein, dass einige in der ÖVP die Ereignisse mit der geballten Faust in der Hosentasche verfolgt haben“, erklärt Politikberater Thomas Hofer. „Solange Sebastian Kurz große Wahlsiege einfährt, in den Umfragen so gut dasteht, ein solcher Erfolgsmagnet ist, wird niemand seinen Kurs infrage stellen.“

Kommentare (28)
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vitruvius
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"Warum die christlich-soziale Umkehr der ÖVP ein grüner Wunschtraum bleibt"

Die christlich-soziale Prägung ist im (noch) größten Teil unserer Gesellschaft grundsätzlich verankert. Bei den meisten Bürgern, den meisten Parteien. Auch bei jenen die nicht der Kirche angehören bzw. Atheisten sind. Das ist die Sozialisation, die unseren hochstehenden Sozialstaat gestaltet und trägt. Dazu gibt es die Trennung von Staat und Religion, die anerkannt und auch wichtig ist.

Eine Nation erfolgreich zu regieren für das Wohl der eigene Gesellschaft ist eine sehr komplexe Sache, die wahnsinnig viele Aspekte von Wirtschaft, Gesellschaft, Infrastruktur, Sozialversorgung, Bildung, etc. unter einen Hut zu bringen hat. Nur Parteien die das ausgewogen berücksichtigen, werden breite Wählerschichten ansprechen können.

Was manche mit dem christlich-sozialen Fingerzeig Richtung ÖVP meinen, dass die jetzt gefälligst die Scheuklappen anlegen, und nur von religiösen Gefühlen geleitet nun die Politik machen soll. Dass damit viele andere Bereiche wie z.B. Wirtschaft, Sozialsystem, sozialer Friede, etc. stark strapaziert werden können, wird dabei ausgeklammert. Es gilt die eigene eingeschränkte Ideologie zu befriedigen.

Die ÖVP hat sich solchen oft stark ideologisierten punktuellen Zuspitzungen meist erfolgreich widersagt, und den Fokus des komplexen Ganzen niemals aus den Augen verloren. Für eine staatstragende Volkspartei der Mitte ist das wichtig. Und sie tut gut daran, das weiterhin so zu halten, will sie erfolgreich bleiben.

Patriot
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Die ÖVP ist unter Kurz zu einer FPÖ+ mutiert!

Schade um die einst so wertvolle christlich-soziale Partei!

Civium
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Jetzt will den Sputnik Impfstoff in

Österreich produzieren lassen, hoffentlich zeigt das nicht unsere Richtung an!
Christlich sozial, das war einmal , Hauptsache sie laufen am Sonntag in die Kirche und wollen damit Christen sein!!!

Nixalsverdruss
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Mir macht das echt Sorgen:

Ich unterstelle Sebastian Kurz - besser gesagt weiß ich, dass Sebastian Kurz stark unter Einfluss seiner Einflüsterer Axel Melchior, Stefan Steiner, Gerald Fleischmann, etc. steht.
Eine "merkwürdige" Truppe deren Ziele nicht ganz genau zu eruieren sind - meiner Meinung nach geht es um Macht und auch persönliche Interessen.
Seid also vorsichtig!

rouge
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So ist das halt mit der Symbolpolitik.

Kante zeigen bei Zuwanderungen. Symbolhafte Abschiebungen.
Das Ergebnis: Noch immer eine satte Mehrheit in der Bevölkerung.
Damit wird auch die katastrophale Performance in der Bewältigung der Krise übertüncht.
Die Wirtschaft ist in Österreich im Vergleich zu anderen Staaten viel stärker eingebrochen. Und nicht nur wegen der fehlenden Touristen.
So ist das halt mit der Symbolpolitik der ehemaligen christlich-sozialen Wirtschaftspartei.

Civium
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Ach ja sie haben recht, jetzt hat jede Partei ihren eigenen

Gott und Messiase!!!!

freeman666
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Keine Partei sollte mehr religiöses Gedankengut als Doktrin in ihrer Linie haben.

Egal welche Religion sich in die Politik einmischt, es kam meist nichts gutes dabei heraus.
Staatsgeschicke dürfen nicht durch die einseitige Sichtweise meist mittelalterlicher Ansichten beeinflusst werden.
In vielen islamischen Staaten sieht man täglich den durch Religion legitimierten Staatsterror.
Erst 1971 ließ die Schweiz Frauen wählen, bis dahin hat die Kirche das verhindert.
Staat und Kirche gehört getrennt. Überall.

helmutmayr
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Was Sie schreiben

Ist grundsätzlich richtig. Wenn christlich sozial durch rechts populistisch und obendrein käuflich (in dem Sinne, dass durch Millionenspenden Gesetzgebung manipuliert und Posten vergeben werden) abgelöst wird, ist die ÖVP noch keine bessere Partei geworden. Ganz im Gegenteil.

Bereits
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.

Geduld. Kurz wird seine Rechnung schon noch bekommen.

Patriot
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@Bereits: Bis dahin wird er aber vieles kaputt gemacht haben

(man sieht's ja jetzt schon) und versuchen, das mit den 210 Selbstbeweihräucherungsmillionen vor den Wähler*innen zu verschleiern!

isogs
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Die haben so einfach

Beten im Parlament und beichten und alles ist verziehen. Sogar die Bischöfe sehen die ÖVP Politiker gerne in der ersten Reihe in der Kirche.
Die Katholiken haben es einfach super.

zappa1
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Balrog

Die kommen schon wieder. Spätestens dann, wenn jeder die kuerzungen in der eigenen Brieftasche spürt.
Nur eine Frage der zeit

neuer mann
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sich an menschen- und kinderrechten zu orientieren.....

...... sollte doch keine grüne angelegenheit alleine sein!

derschwarze
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Das passt schon,

die Wähler dieser christlich sozialen Partei, sollen das Kreuz Jesus Christus schultern.

lieschenmueller
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"Das Dilemma dieser Welt ist, dass die Narren so sicher erscheinen

und die Weisen so voller Zweifel sind"!

voit60
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Wie viele arbeitende Menschen gäbe es in Österreich

Wenn es keine Zuwanderung gäbe. Bei 1,3 Geburtenrate kann sich ein jeder ausrechnen, wohin der Weg führt. Vielleicht sollte der Kurz auch versuchen aus seiner Nullergeburtenrate mit 34 raus kommen.

frogschi
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Das geht aus gewissen Gründen

einfach nicht.

Balrog206
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Voit

Zuwanderer die Arbeiten sind herzlich willkommen ! Zuwanderer die ewig in der Sozi Matte hängen nicht und da ist der große Unterschied !

Zuckerpuppe2000
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Zuwanderung

ja, aber qualifizierte Arbeitskräfte und nicht solche die unser Sozialsystem beanspruchen.

isogs
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Ist ja gut

Aber die schicken auch Lehrlinge, also kommende Arbeitskräfte nach Hause. Ausbilden und dann nach Hause schicken, blöder geht's nicht.

voit60
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Die Qualifizierzen

Gehen aber leider lieber woanders hin. Übrigens 2017 war der Anteil 15,3 Prozent, und hat sich in der Kurz Zeit auf 16,7 Prozent erhöht. So schaut es aus, da waren nicht die Sozis verantwortlich.

Lodengrün
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Wirklich

qualifizierte Kräfte docken bis auf Ausnahmen nicht in Österreich an. Und unsere besten Uniabsolventen gehen auch weg. Ob in die Industrie oder in die Lehre, das Ausland lockt vielfältig.

egubg
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Die Mehrheit

ist mit grenzenloser Zuwanderung nicht mehr zu erreichen und wenn Politik für Zuwanderung gemacht wird ist der Weg in die Radikalität eine Frage der Zeit, - siehe Dänemark, das sollten PolitikerInnen und Ex - Politiker mitdenken.

Luger13
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Warum sollten sich....

...ÖVP - Sympathisanten immer wieder mit der medial wenig bis gar nicht verklausulierten Frage beschäftigen, warum sie und die von ihnen unterstützte Partei ihre Ansichten zu gewissen Fragen wie die der Flüchtlingspolitik nicht ändern ? Ein objektiver, in der Sache emotional distanzierter Journalist könnte doch einmal auch einen Grün-Politiker oder dessen Sympathisanten fragen, warum diese ihre politische Sicht zum gleichen Thema nicht überdenken ! Oder sind erstere grundsätzlich die schlechteren , die Grün-Anhänger hingegen die besseren Menschen ?

SoundofThunder
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🤔

Christlich sind die Türkisen nicht mehr. Und Sozial waren,sind und werden die nicht. Eher sollte man ein A vor dem Sozial hinzufügen.

lacrima
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Türkis ist.....

.........ich, ich, ich und Schuld sind immer die Anderen!!!!

 
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