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E-Mail-DebatteThurnher kontra Fleischhacker: Darf man in der Pandemie die Demo-Freiheit begrenzen?

Die Journalisten Armin Thurnher und Michael Fleischhacker im Streitgespräch.

Armin Thurnher und Michael Fleischhacker
Armin Thurnher und Michael Fleischhacker © KK
 

MICHAEL FLEISCHHACKER: Ich glaube, dass die Gleichzeitigkeit der Debatten über die Corona-Demonstrationen und die Abschiebung von Schulkindern für unser Gespräch ein glücklicher Zufall ist. Der Zynismus, der in dieser Formulierung steckt, ist, denke ich ausnahmsweise angebracht. Denn es gilt in beiden Fällen: Ja, man darf. Man darf die Demonstrationsfreiheit begrenzen – und zwar nicht nur in Pandemiezeiten, sondern immer –, wenn man dafür ausreichende Gründe hat, die einer gerichtlichen Begründung standhalten. Und ich würde meinen, dass, so groß der Brechreiz auch sein mag, den sie hervorrufen, die Abschiebungen rechtlich sogar noch besser begründet sind, als es ein Demonstrationsverbot aus Pandemiegründen wäre. Man kann gegen jeden Demonstranten, der gegen die geltenden Coronaregeln verstößt, ein Verwaltungsstrafverfahren einleiten – eventuell sogar ein Strafverfahren wegen Gefährdung –, aber eine Einschränkung der Demonstrationsfreiheit an sich wird schwer zu argumentieren sein. Will heißen: Man darf in einem demokratischen Rechtsstaat alles, was die Gesetze hergeben und die Gerichte für rechtmäßig erachten, die Frage ist eher, ob man soll, was man darf.

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Franzzz
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Fleischhacker ist eine Entgleisung

Wie lange noch gibt die Kleine Zeitung diesem Coronaverharmloser Fleischhacker noch ein Forum. Seine Moderation von Querdenker-Diskussionen in ServusTV, wo er sich selbst immer wieder parteiisch im Sinne einer Leugnung von wissenschaftlichen Fakten in Szene setzt, ist unerträglich.

richeseb
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Volle Zustimmung

Fleischhackers Diskussionsleitung bei den Coronadiskussionen ist sowas von parteiisch und eines (selbsternannten?) Intellektuellen unwürdig. Er disqualifiziert sich damit für so einen Diskurs!

zweigerl
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Vertauschte Rollen

Das Streitgespräch wandert immer mehr vom Respekt des Gegners in die amikale Geste des Hofierens der Intellektualität und Ausfrucksgewalt des Gegenübers. Samtpfotenschlagabtausch mit zum Teil vertauschten Positionen. Thurnher, ein bedeutender Kritiker des politischen Establishment, verteidigt gegen Fleischhacker, der einst die Karte eines steirisch krachledernen Konservatismus virtuos ausgespielt hat, die Entscheidungen der türkisen Regierung? Vielleicht habe ich da etwas falsch verstanden - kein Wunder, bei diesem intellektuellen Anspruchsniveau.

DannyHanny
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Ja! Ja!

Der Herr Fleischhacker!
Seine Reputation ein Opfer der Pandemie! Nicht das sie nicht schon schon zu Presse Zeiten etwas an Schwindsucht erkrankt war, jetzt hat er Sie, mit tatkräftiger Hilfe von Wegscheider & Co endgültig eliminiert!