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E-Mail-DebatteThurnher kontra Fleischhacker: Was hat das Jahr mit uns gemacht?

Die Journalisten Armin Thurnher und Michael Fleischhacker im Streitgespräch.

 Armin Thurnher und Michael Fleischhacker
Armin Thurnher und Michael Fleischhacker © KK
 

Armin THURNHER: Das ist einmal eine gute Frage: Was hat das Jahr mit uns gemacht? Mich hat es zum Beispiel in Ruhe gelassen. Ich kann mich über die Pandemie in keiner Weise beklagen. Vielleicht musste ich an mir entdecken, dass ich einen Zug ins Solipsistische habe, aber überrascht hat mich das nicht. Das Jahr hat mir Isolation auferlegt und ich habe sie, wie man so sagt, gern angenommen. So konnte ich mich der großen Ablenkung Journalismus ein wenig entziehen. Natürlich habe ich mir dafür doppelt so viel aufgepelzt: aber selbst aufgepelzt! Selbstaufpelzung ist für mich die einzige Möglichkeit der Freiheit, habe ich herausgefunden.

Kommentare (3)
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Willi128
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Vielleicht sollten

(nicht nur) die beiden Liessmanns Essay - die gekränkte Gesellschaft - lesen. Leider erkenne ich darin nicht nur mich selbst wieder.

zweigerl
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Kein Glanzstück

Irgendwie haben sich die beiden Paradekolumnisten mit dieser intellektuellen Jahresbilanz verdribbelt. Immer schon mussten sie schaumgebremst angriffig sein, um keine aggressive Note in dem subtilen Disput aufkommen zu lassen. Aber so wie da eine elementare Urgewalt auftritt, diesmal in Form einer unbeherrschbaren Pandemie, wiederholt sich der Bankrott der politischen Beobachter in den dreißiger Jahren und kratzt an den "Verrat der Intellektuellen" von Julian Benda. Obacht - wir möchten weiterhin Thesen und nicht Ausweichmanöver zu hören bekommen.

Civium
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Ein Jahr

älter hat es mich gemacht und vorsichtiger und dankbarer!!!
Nicht alle können diesen Silvester heute erleben und meine Gedanken sind bei ihnen!