Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Anschlag in WienErmittlungen gegen 21 mögliche Mittäter, 10 davon sind in U-Haft

Ermittlungen gegen 21 mögliche Mittäter, die bei der Vorbereitung geholfen haben könnten. Bei einer Pressekonferenz präsentierte der Leiter der Ermittlungen, ein Steirer, die weiteren Vorhaben zwecks Aufklärung der Hintergründe des Terroranschlags vom 2. November.

Michael Lohnegger, Leiter der  Ermittlungsgruppe, und Nina Bussek, Sprecherin der Staatsanwaltschaft
Michael Lohnegger, Leiter der Ermittlungsgruppe, und Nina Bussek, Sprecherin der Staatsanwaltschaft © APA/GEORG HOCHMUTH
 

Bei einer Pressekonferenz präsentierte die Landespolizeidirektion Wien heute die "Ermittlungsgruppe 2. November" zur Aufklärung des Terror-Anschlages in Wien. Leiter der Ermittlungsgruppe ist ein Steirer: Michael Lohnegger, seit 2012 leitender Kriminalbeamter in der Steiermark. Lohnegger war auch der stellvertretende Leiter der Soko Stiwoll. Er hat unter anderem im Jahr 2019 auch die FBI Academie in Quantico besucht, mit dem Schwerpunkt Terrorbekämpfung.

Die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Nina Bussek, betonte die gute Zusammenarbeit zwischen den Behörden, auch mit den Behörden in der Schweiz und in Deutschland sei man in intensivem Kontakt. Schon seit 2016 gebe es bei der Staatsanwaltschaft eine Sondergruppe für terroristische Straftaten, speziell geschulte und ausgebildete Staatsanwälte, die an der Aufklärung auch des Anschlags in Wien beteiligt seien. Die Ergebnisse der Hausdurchsuchungen sowie der Rufdatenausforschung und der Spurenauswertung seien noch in Arbeit.

21 Verdächtige, 10 in U-Haft

16 Personen seien insgesamt festgenommen worden, 10 Beschuldigte seien in U-Haft. Ihnen werde zur Last gelegt, dass die schon im Vorfeld des Terroranschlages Tatbeiträge gesetzt haben und / oder selbst Mitglied einer terroristischen Vereinigung sind. Insgesamt gehe es um 21 mögliche Mittäter, alle namentlich bekannt. Videos und Zeugenaussagen seien die Grundlage für die Erkenntnisse. Darüber hinaus gebe es Ermittlungen zu derzeit noch nicht namentlich ausgeforschten, möglichen Mittätern. Im Visier sei auch die serbisches Szene sowie Personen etwa aus Mazedonien und Bangladesh. Auch Ermittlungen gegen einen Tschetschenen in Italien führen zur Gruppe der involvierten Personen in Wien.

Was den Weg des Täters in die Innenstadt betrifft, so könne man ausschließen, dass die Anfahrt über öffentliche Verkehrsmittel erfolgte. Ob der Täter per Taxi kam, stehe noch nicht fest, so Lohnegger. Man gehe jedenfalls weiterhin davon aus, dass es keinen unmittelbar beteiligten zweiten Täter gebe. Nicht auszuschließen sei aber, dass er im Vorfeld, bei der Vorbereitung der Tat, von anderen unterstützt wurde.

Kommentare (4)
Kommentieren
fersler
1
25
Lesenswert?

wenn

es wirklich 21 (in Worten einundzwanzig !!) mögliche Mittäter gab, kommt dies wohl einer Bankrotterklärung der zuständigen Behörden des Innenministeriums gleich.

Sashoma
16
4
Lesenswert?

die Tat

begann nur 1er
Wo greift der Rechtsstaat hier noch?

Kirby
0
29
Lesenswert?

Tatversuch, Mittäterschaft, Anstiftung, Beihilfe...

Kann man alles gem. Gesetzen bestrafen.

Sashoma
0
7
Lesenswert?

Danke

für die Erklärung