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Nach Anschlag in WienSoziologe Kenan Güngör: "Solche Leute sind tickende Zeitbomben"

Der Soziologe Kenan Güngör spricht sich dafür aus, dass Gefährder in Sicherungshaft genommen werden. Deradikalisierungsmaßnahmen stoßen bei solchen Personen an ihre Grenzen.

Soziologe Kenan Güngör
Soziologe Kenan Güngör © Alexander Danner
 

Bei den großen Anschlägen in den Siebziger- und Achtzigerjahren kamen die Terroristen aus dem Ausland. Der jetzige Attentäter wurde in Österreich geboren, wuchs hier auf, kickte in einem Fußballklub. Was lief schief?
KENAN GÜNGÖR: Wir haben es mit dem Phänomen einer Turboradikalisierung zu tun. Das sind oft Menschen, die zuvor nicht religiös waren, aber in der Schule nicht reüssiert haben und keine Zukunftsperspektive besitzen. Ihnen droht ein Leben in Unbedeutsamkeit und Fadesse. Sie wollen was erleben und suchen das Heldenhafte. Hier setzt der IS an, der einen sektenhaften Rahmen bietet und die jungen Männer mit der Botschaft in den Bann zieht: Wir sind eine Schicksalsgemeinschaft, du bist Teil einer berufenen Gruppe, einer besonderen Mission. Mit dieser inneren Sprache ziehen sie die Jugendlichen auf ihre Seite. Wenn sie einmal dabei sind, findet ein selbstverstärkender, isolierter Prozess der Radikalisierung statt.

Kommentare (2)
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Patriot
8
4
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Von dem Herrn Güngör ist noch nie was Brauchbares gekommen.

Er redet immer nur um den heißen Brei herum.
Vielleicht fürchtet er sich vor seinen Glaubens"brüdern"?

egubg
2
12
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Nicht die einzelne Person.

Es ist der Islam samthaft, mit seinen Inhalten aus einer vergangen Zeit, der für Demokratien zu einer Zeitbombe geworden ist, die derzeit, noch, fallweise hochgeht, - dafür braucht es natürlich Personen.