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Was wir über den Täter wissen "Er wollte bewusst das System zerstören"

Er wollte in Syrien für den IS kämpfen, wurde verurteilt und später vorzeitig entlassen. Bei der Bewährungshilfe war er unauffällig. Am Montag wurde ein 20-Jähriger zum eiskalten Mörder.

ANSCHLAG IN WIEN: POLIZEIBEAMTE IM BEREICH DES TATORTS
© APA/ROLAND SCHLAGER
 

Es sind unwirkliche Minuten, die noch lange im kollektiven Gedächtnis Österreichs nachwirken werden. Bewaffnet mit einer automatischen Kalaschnikow, einer Faustfeuerwaffe und einer Machete sowie einer Sprengstoffgürtel-Attrappe richtete ein 20-Jähriger am Montagabend ein Blutbad in der Wiener Innenstadt an. Er rannte durch die Gassen rund um den Schwedenplatz und schoss wahllos auf Passanten. Neun Minuten nach dem ersten Alarm wurde der Täter gestellt und vor der Ruprechtskirche von Polizisten der Sonderheit Wega erschossen. Die schreckliche Bilanz des Terroranschlages: vier weitere Todesopfer, 22 Verletzte.
Stundenlang wurde in der Nacht nach weiteren Tätern gesucht.

Ziemlich sicher ein Einzeltäter

Am Dienstagnachmittag erklärte Innenminister Karl Nehammer schließlich, dass es „derzeit keine Hinweise auf einen zweiten Täter“ gebe. Schock, tiefe Trauer, Fassungslosigkeit. Und viele Fragen: Wie konnte das passieren? Wer war der Täter? Wie hat er sich radikalisiert? War er im Visier der Polizei?

20 Jahre war der Täter alt, zuletzt wohnhaft in Simmering, neben der österreichischen besaß er auch die nordmazedonische Staatsbürgerschaft (albanische Volksgruppe). In Mödling geboren, stammte er aus einer „normalen Familie“, die muslimisch, aber nicht streng gläubig ist, wie sein früherer Anwalt Nikolaus Rast sagt.

Auf dem Weg nach Syrien festgenommen

Die Radikalisierung begann vor einigen Jahren. Die Ideologie des sogenannten Islamischen Staates (IS) faszinierte den Jugendlichen so sehr, dass er sich im Sommer 2018 auf den Weg nach Syrien machte, um für die Terrororganisation zu kämpfen. Weinend sei die Mutter in seiner Kanzlei gestanden, nachdem ihr Sohn untergetaucht war, erzählt Rast.

Noch in der Türkei wurde der Jugendliche festgenommen, im April 2019 musste er sich gemeinsam mit einem Freund in Wien vor Gericht verantworten – wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Organisation und einer terroristischen Vereinigung. Der „Standard“ berichtete von dem Prozess: „Ich habe mir ein besseres Leben erwartet. Eine eigene Wohnung, eigenes Einkommen“, begründete der Angeklagte damals seine Affinität zum IS. Schon 2016 sei er „in die falsche Moschee“ geraten. „Ein Jugendlicher, der seinen Platz in der Gesellschaft gesucht hat“, erklärte sein Strafverteidiger Nikolaus Rast.

Er galt nicht mehr als gefährlich

Das Gericht verurteilte den damals 19-Jährigen zu 22 Monaten unbedingter Haft. Schon im Dezember 2019 erfolgte die bedingte Haftentlassung, weil er nicht mehr als gefährlich eingestuft wurde (siehe rechts). Danach wurde der Mann von einem Bewährungshelfer und dem Verein Derad betreut, der auf die Deradikalisierung radikalislamischer Straftäter spezialisiert ist. Dort soll sich der 20-Jährige brav und geläutert gegeben und zuletzt die Terroranschläge in Frankreich verurteilt haben. Der Verfassungsschutz dürfte ihn nicht als Gefährder gesehen haben. Es habe „zu wenig Hinweise auf aktives Tun“ in Richtung einer terroristischen Betätigung gegeben, heißt es. Ein Staatsbürgerschafts-Aberkennungsverfahren verlief im Sand.

Nach außen vermittelte er das Bild eines in die Gesellschaft integrierten Mannes. Dabei habe der 20-Jährige „in Wahrheit ganz bewusst das System zerstören“ wollen, wie Innenminister Nehammer auf Basis der Ermittlungen betont. Anwalt Rast zeigt sich fassungslos: „Ich habe mich getäuscht, das Gericht hat sich getäuscht. Ich hätte das nie für möglich gehalten, dass er zum Attentäter wird.“ Moussa Al-Hassan Diaw vom Verein Derad will sich zum konkreten Fall nicht äußern, sagt aber zur APA: „Eine 100-prozentige Sicherheit wird es auf keinen Fall geben“, sagt Diaw. Auch bei anderen Anschlägen habe es Täter gegeben, die von ihrem Umfeld nie so eingeschätzt worden wären.

"Viele Hinweise auf Radikalisierung"

Postings des Mannes in sozialen Netzwerken zeigen ihn mit Waffen. Der Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit, Franz Ruf, spricht von einer „Fülle von Hinweisen auf seine Radikalisierung“. In Wien und St. Pölten wurden 18 Hausdurchsuchungen durchgeführt, 14 Personen aus dem Freundes- und Bekanntenkreis des erschossenen Attentäters festgenommen. Ob sie an dem Anschlag beteiligt waren oder über die Pläne informiert waren, ist unklar. Der IS reklamiert den Anschlag auf seiner Plattform für sich. Das Innenministerium überprüft das Bekennerschreiben.

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lissilein
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Faszination Täter

ich gebe zu, über den Täter Informationen zu erhalten finde ich auch immer irrsinnig spannend. Jedoch wäre es schön, auch etwas nettes über die Opfer zu lesen. Es sollen nicht personenbezogene Daten veröffentlicht werden, aber einfach ein Gedenken an diese Helden die zur fälschen Zeit am falschen Ort waren. Der Täter selbst soll vergessen werden (dieses Oaschloch), aber die Opfer dürfen wie niemals vergessen!

derschwarze
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Stammt aus einer ganz normalen Familie?

Offenbar ist das Verständnis für ganz normal etwas verzerrt. Bei uns leben überwiegend Katholiken und in diesen Familien werden katholisch erzogen und leben danach. Islamistische Familien sind in unseren Breiten noch nicht Normalzustand. Aus diesem Grunde stammt er nicht aus einer ganz normalen Familie. Aus normalen Familien stammen auch keine Verbrecher.

Mein Graz
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@derschwarze

Verwechselst du "islamistisch" mit "moslemisch"?
Nur ein Bruchteil der Moslem hängt dem "Islamismus" nach. Jetzt alle Moslem in einen Topf zu werfen ist billigste Polemik.

Auch dein letzter Satz ist falsch: auch aus "normalen" Familien können Verbrecher entstehen! So wuchsen etwa Wolfgang Priklopil oder Franz Fuchs in (zumindest nach außen hin) "normalen" Familienverhältnissen auf.
Genau so, wie Kinder von Verbrechern bzw. Kinder mit einer schwierigen Kindheit "normale" Erwachsene werden können.

samro
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radikalisierung

wir gehen in unserem verstaendnis von unserem leben einer religion aus.

junge religionen werden einfach aber noch ganz anders gelebt.
wuerden sie bei uns, wenn sie in einem geschaeft sind damit rechnen dass sie zu boden blicken, weil gerade betzeit ist und vielleicht eine person betet?
was wuerden sie sich denken, wenn sie nach wien fahren und der zug mal eine halbe stunde haelt, um das beten zu ermoeglichen?
das sind aber ganz normale situationen wie sie gelebt werden.
daran ist auch nichts schlechtes. es ist einfach teil wie eine religion gelebt wird.

das problem ist die radikalisierung und das missbrauchen einer religion.
ich denke dem kann man nur begegnen wenn die polizei auch moeglichkeiten hat das zu kontrollieren und einzudaemmen.
auch wenn jetzt wieder auf mich eingehagelt wird, nein das ist kein polizeistaat, das ist nur der umgang mit solchen dingen fertig werden zu koennen.

Pensatore
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Wer...

übernimmt nun die Verantwortung?
- Die, die dem Attentäter geholfen haben,
nach Österreich zu kommen. (Weil es ihm daheim ja so schlecht geht..)
- Die, die dem Attentäter die Staatsbürgerschaft verliehen haben. (Es soll ja jeder brave Mann ein Österreicher sein..)
- Die, die den Attentäter frühzeitig und überhaupt aus der Haft geholt haben?
(Ist ja ein Jugendlicher, der kann ja nichts dafür..)
- Die, die ihn zukünftig (ihr werdet es sehen) als geistig verwirrt darstellen und der nichts dafür kann, weil er ja auch so viele Traumen und Probleme abbekommen hat.
- Wer nun? Wer übernimmt sie, die Verantwortung?
Vier Tote. Unzählige Verletzte. Welche Welt.

Mein Graz
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@Pensatore

Der Attentäter ist nicht "nach Österreich gekommen", er WAR Österreicher.

Ja, er wurde vorzeitig aus der Haft entlassen, wie viele andere auch, die sich "brav" verhalten und einen Teil der Strafe abgesessen haben. Klug oder vorausschauend war das nicht. Kann aber immer wieder vorkommen, auch bei Österreichern, die "österreichische Wurzeln" haben.

halelale
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Was soll der Blödsinn?

Derjenige, der bei jedem anderen Verbrechen die Verantwortung übernimmt, der Täter selbst.
Entweder, in dem er wie im Rechtstaat bestimmt juristisch zur Verantwortung gezogen wird oder wie in diesem Fall im Rahmen eines Exekutiveinsatzes ums Leben kommt.
Im Falle von toten Opfern wird es nie ein ausgleichendes Maß geben. Menschen die gestorben sind, sind aus dem Leben und nicht wieder zu bringen.

panasonic11
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Attentäter

Es müsste die rechtliche Möglichkeit geben dass solche Menschen gleich abgeschoben werden oder nach Syrien ziehen lassen .

Hazel15
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Abschieben

Einen mit österreichischer Staatsbürgerschaft und aus welchem Grund? Wäre schön, wenn wir das könnten, da hätten wir um einige rechtsradikale Täter weniger. Was ist dann übrigens Marcel Hirscher. Holländer oder Österreicher, ich habe in den Meldungen noch nie gehört " der Holländer" Marcel Hirscher hat gewonnen. Hat ja beide Staatsbürgerschaften, so wie eben auch der Täter. Ist halt so, wenn ein Elternteil aus Österreich stammt und der andere aus Nordmazedonien.

weinsteirer
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Also

Die schönrederei das der islam ja eh ganz friedlich is geht ma langsam.....
Ein guter freund unterrichtet und macht nachmittagsbetreuung in wien, die kinder haben 80% migrationshintergrund, sind wohlerzogen und viel diziplinierter als die autochtone bevölkerung, als er einen siebenjährigen(!!!) fragt ob er sein religionsheft anschauen darf ist dieser völlig von der rolle „das dürfen sie nicht angreifen - ihre finger werden brennen! Nachdem er es durchgeblättert und zurückgegeben hat und gesagt hat, schau meine finger brennen nicht - ungläubiges staunen in den kinderaugen!

KarlZoech
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@ weinsteirer: Jede Religion lässt sich missbrauchen. Auch im Namen den Christentum starben schon Abertausende.

Das Problem entsteht, wenn Religionen einen Absolutheitsanspruch stellen und diesen durchsetzen wollen. Problematisch wird es aber vor allem, wenn Ungebildete, welche eine Religion ohnehin nicht kennen, deren Bücher kaum kennen, radikalisiert werden, sich selber radikalisieren.
Hier braucht viel mehr es Bildung und Aufklärung!

weinsteirer
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Hätt

Ich mir denken können das meine antwort in einer zeitung des katholischen pressvereines keine lange lebensdauer hat

samro
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nicht ganz

denken sie wie viele stellen sie nach belieben interpretieren koennen, dan koennen sie die buecher kennen, aber die auslegung ists.

uebringens auch ein wichtiges thema bei den zwei groessten stroemungen dieses glaubens.

scionescio
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Wenn man es sehr nüchtern betrachtet, hat man 18 Stunden gebraucht, um herauszufinden, dass es doch keine weiteren Täter gibt und einem Einzelnen ist es gelungen die den gesamten Sicherheitsapparat zu mobilisieren ...

... für mich wirkt das nicht gerade so, als ob man wirklich einen Überblick gehabt hat und tatsächlich Herr der Lage war.
Bedenklich finde ich, dass man anscheinend ohne konkretes Wissen sofort einen generalstabsmäßigen Terroranschlag der IS daraus gemacht hat und die Möglichkeit eines geistesgestörten Fanatikers, der auf eigene Faust operiert hat, fälschlicherweise nicht einmal in Erwägung gezogen hat - als ob da noch zu wenig und nicht schon schlimm genug gewesen wäre!
Da wird wohl nicht eine zukünftige Erweiterung der Polizeibefugnisse - solange die Eindrücke noch frisch sind, gibt es in der Bevölkerung sicherlich eine breite Zustimmung dafür - im Hinterkopf mitgeschwungen sein (man hätte auch verlautbaren können, dass er Täter erschossen wurde und damit kein Grund für weitere Panik vorhanden ist, wenn man um den Frieden in der Bevölkerung besorgt wäre und kein politisches Kapital daraus schlagen möchte)

feringo
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@scionescio : Wenn man es sehr nüchtern ...

Scionescio, Ihre Vermutung und Einstufung in Geisteskrankheit, auch an anderer Stelle, steht wohl auf sehr dünnem Eis. Jemand, der so gut schauspielen kann um eine vorzeitige Entlassung zu erreichen soll geisteskrank sein? Verhetzt worden wird er gewesen sein, eben fanatisch religiös radikalisiert.
Eine Krankheitseinstufung durch Ferndiagnose mit so geringen Daten stellt kein Profi.
Ihre zweite Vermutung bezüglich "im Hinterkopf" wirkt als mit dem letzten Haar herbeigezogen oder wie man doppelt verneinen sagen würde: Sie wissen wirklich nichts nicht.

tommy_moe
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Geisteskranker Einzeltäter

Was die Politik in der Kommunikation daraus macht, will ich außen vor lassen.Ganz abgesehen von den politischen Akteuren: Wir können und dürfen nicht die Augen davor verschließen, dass es offensichtlich Treffpunkte gibt, in denen Jugendliche gezielt in Richtung IS radikalisiert werden. Den eigenen Aussagen des Attentäters zufolge erfolgte seine Radikalisierung in einer Moschee - er sagte bei seiner Verurteilung 2019, er sei "in die falsche Moschee geraten". Wem ist geholfen, wenn wir mit dem Urteil "geisteskranker Einzeltäter" den Mantel des Schweigens über diese Tatsachen breiten - bis zum nächsten Attentat? Mit Stand Ende 2019 gab es 320 (!) Österreicher, die im Namen des IS in den Dschihad nach Syrien gezogen sind oder noch vor der Ausreise daran gehindert wurden. All diese großteils jungen Männer wurden irgendwo in diese Richtung radikalisiert. Und es deutet alles darauf hin, dass das innerhalb von bestimmten Moscheen geschieht. Mit höchster Wahrscheinlichkeit nur in einigen wenigen, aber leider sind nunmal Moscheen betroffen. Davor die Augen verschließen bringt niemandem was. Und auch die österreichische muslimische Community wäre jetzt gefordert. Auch deren größtes Anliegen muss es sein, daran mitzuarbeiten, die schwarzen Schafe in ihren Reihen zu benennen. Auch, um den Anti-Islam-Hetzern zu zeigen, dass es in der Tat so ist, dass es sich nur um einige wenige Radikale handelt.

scionescio
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@tommy_moe: +1

Einzeltäter-> weil es offensichtlich nur ein Täter war
Geisteskrank -> weil man sonst nicht für den IS mordet und sein eigenes Leben dafür opfert

Beides soll aber nicht bedeuten, dass das eine Entschuldigung ist oder dass das von dir erwähnte Umfeld nicht real existiert.

samro
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zu ihrem kommentar

''hat man 18 Stunden gebraucht, um herauszufinden, ''
noch eines:
ich denke die ganze polizei, besonders cobra wega, die schon in deutschland beim g20 ''ausgholfen haben'' hat hier nicht verdient als ''hat man gebraucht um herauszufinden'' abgetan zu werden.

es scheint viel mehr dass man davon ausgehn kann dass sie gestern sehr schnell reagiert haben und auch danach gehandelt haben.

dem verletzten polizisten nochmals ein '' werden sie schnell wieder ganz gesund''.

samro
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haette

unsere polizei mal heimgehn sollen und verkuenden sollen: einen haben wir und werden schon nicht mehr sein?

selbst augenzeugen waren sich offensichtlich nicht klar darueber wieviele taeter es sind!
egal ob es noch weitere gibt, egal ob die polizei schon selbst genug bescheid weiss um sicher zu sein, ein abbruch der gestrigen aktion haette nur noch mehr menschen gefaehrden oder gar toeten koennen!
das schreckliche und kaltbluetigemorden dieses taeters mahnt wohl nur zur vorsicht!

samro
5
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motiviert

''Bedenklich finde ich, dass man anscheinend ohne konkretes Wissen sofort einen generalstabsmäßigen Terroranschlag der IS daraus gemacht hat und die Möglichkeit eines geistesgestörten Fanatikers, der auf eigene Faust operiert hat, fälschlicherweise nicht einmal in Erwägung gezogen hat''

jemand der nach syrien zum is gehen will ist leider is motiviert!!!!!!!!!

scionescio
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... es ist ein völlig anderes Bedrohungsszenario, wenn die IS Führung Österreich als Ziel von terroristischen Attentaten auserkoren hat und gezielt und planmäßig Terroristen mit Attentaten beauftragt ...

... oder ob ein geistesgestörter, nicht ausgebildeter Fanatiker auf eigene Faust loszieht - unser Polizeiapparat ist anscheinend ohne echte Hinweise von Ersterem ausgegangen und Variante zwei nicht einmal in Erwägung gezogen.
Und der Kanzlerdarsteller spricht ja auch gleich völlig unangemessen von einem "Kampf zwischen Zivilisation und Barbarei" (ein Geistesgestörter kämpft gegen ganz Österreich ...?) statt beruhigend und mäßigend auf die Bevölkerung einzuwirken - er war nie ein Staatsmann, hat wieder bewiesen, dass er auch aktuell kein Staatsmann ist und es wird auch nie einer aus ihm werden, weil es ihm selbst bei so einer Katastrophe nur um den eigenen Vorteil und Wählerstimmenmaximierung geht!

Luger13
4
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...nescio:

Aus was allem man nicht übelste Parteipolitik machen kann! Der Anlass ist jedenfalls - egal ob durch den IS beeinflusst oder allein durch eigene Verblendung des Täters bedingt -so erschütternd, dass nicht einmal Herr Kickel bisher parteitaktisch argumentierte. Übrigens wäre es doch extrem fahrlässig, bei einer möglichen Mehrheit von Tätern nach der Ausschaltung eines Täters gleich jegliche Vorsicht zu beenden und den Fall als geklärt abzutun . Immer besser ist man auf der sicheren Seite . Interessant ist auch ,wie leicht man sich in Österreich ein Sturmgewehr besorgen kann !

samro
3
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ein fanatiker, ein fan, anhaenger,

das sagt schon alles ist fanatiker eines glaubens oder einer gruppe!!!! egal ob er ausgebildet ist oder nicht!
es ist seine innere einstellung.

weinsteirer
3
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Den opfern

Helfen ihre einwände recht wenig!

scionescio
34
7
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@weinsteirer: welche Einwände? Wo versuche ich etwas zu verteidigen?

Ich habe nur ein Problem mit unnötigem Aufbauschen und Dramatisieren - vor allem, wenn die Angelegenheit auch schon so entsetzlich und schrecklich genug ist!

Liemo
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@scionescio

In so einem undurchsichtigen Umfeld geht man üblicherweise, wenn man keine genaueren Informationen hat und die Faktenlage unsicher ist, vom Worst-Case-Szenario aus.
Daher muß man mal von mehereren Angreifern ausgehen und entsprechend handeln. Umgekehrt wäre nämliche eine Annahem ("es ist eh nur einer") dies sich dann als falsch herausstellt sehr viel gefährlicher!
Also aus polizeitaktischer Sicht alles richtig gemacht!

Stell dir vor, es wäre von "nur" einem Attentäter ausgegangen worden, entsprechend "wenig" Kräfte in den Einsatz gebracht worden und dann kommt man drauf, es sind doch 5 Terroristen....

 
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