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Im FrühstücksfernsehenSebastian Kurz: "Ich bin alles andere als konservativ"

Der Bundeskanzler absolvierte in Berlin Treffen mit deutschen Bundespräsidenten Steinmeier und CDU-Chef Kramp-Karrenbauer. Zur Morgenstunde stellte er sich im Sat.1-Frühstücksfernsehen Fragen nach seinem Privatleben.

Sebastian Kurz gab private Einblicke
Sebastian Kurz gab private Einblicke © Sat1 Frühstücksfernsehen/Screenshot
 

Fragen an den Kanzler - politisch wie privat - gab es in Berlin reichlich. Entlocken ließ sich Sebastian Kurz mehr zur Seenotrettung als zu Details seiner Kindheit. Der Tag hatte um 6.30 Uhr mit einem Auftritt im Sat.1-Frühstücksfernsehen begonnen. Die Sendung stand unter dem Motto "Ein Kanzler privat". Zur Morgenstund' wurde er von der Moderatorin mit Kaiserschmarren bekocht. Dass ihn sein Alter von anderen Politikern abhebe, verneinte Kurz; Kanzler zu sein, sei nicht anstrengender als andere Jobs. Die Frage, wie sich dieser auf seine Beziehung auswirke, ließ Kurz als zu privat unbeantwortet. Auf die Frage, ob er schon als Teenager konservativ gewesen sei, antwortete der ÖVP-Chef: "Ich glaube, ich bin alles andere als konservativ". Er sei keiner gewesen, der mit Schlips in die Schule kam, noch sei er auf Partys gewesen, wo diese eingeladen waren.

Bei einer offiziellen Pressekonferenz standen dann die politischen Themen auf dem Programm. Kurz betonte vor Journalisten in Berlin, dass er "klarerweise für Seenotrettung" sei, aber solange die Seenotrettung "mit einem Ticket nach Mitteleuropa" verbunden sei, lehne er das ab. Er sei gegen "Modelle, die sich nicht als zielführend herausgestellt" hätten, so Kurz auf die Frage, ob er eine Wiederaufnahme der EU-Mission "Sophia" befürworte.

Angesprochen auf die Aussage von Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne), der sich dafür ausgesprochen hatte, meinte Kurz, Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) "hat alles klar gesagt". Schallenberg hatte am Montag die Position Anschobers als für die Republik nicht relevant bezeichnet, "da die österreichische Linie in dieser Frage in Brüssel vom Außenminister vertreten wird und nicht in Anschobers Zuständigkeitsbereich fällt".

Was die Finanztransaktionssteuer angehe, meinte Kurz, er gehe davon aus, dass der deutsche Finanzminister Olaf Scholz versuchen werde, neue Vorschläge zur Finanztransaktionssteuer zu machen. "Wir sind für die Finanztransaktionssteuer und wollen die Besteuerung von Spekulanten, die auf den Niedergang von Staaten wetten, und für die letze Finanzkrise verantwortlich waren", so Kurz. Allerdings wolle man nicht, dass nur Kleinanleger betroffen seien, denn in Österreich würden sich ohnehin "zu wenig Menschen am Kapitalmarkt beteiligen", betonte der Bundeskanzler.

Am Nachmittag wurde er vom deutschen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier in dessen Amtssitz, im Schloss Bellevue in Berlin, empfangen.

Kommentare (19)

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levis555
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Damit hat er schon Recht, der Vielgerühmte. Er ist nicht konservativ.

Es ist Neokonservativ. Das ist etwas ganz anderes. Dershalb ging auch die Entfernung des Christian Konrad ganz Ruckzuck...

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metropole
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Berichte

Ist der Auftritt des Basti in einer Kochsendung diesen Bericht wert ?? Nei,Nein nur für die KleineZeitung !! Hofberichterstattung in Reinkultur !
Basti hat noch keinen anderen Job ausgeübt-und sogar das Studium nicht beendet. die Meinung der Grünen ist nicht relevant-was sagen die Grünen dazu-Lakaien der ÖVP.

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Lodengrün
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Ganz ehrliche Frage

muß man als Bundeskanzler bei so einer Sendung auftauchen? Die Steigerung wäre nur mehr am, dam, des, oder?

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Balrog206
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Naja

Mit Pizza zustellen kann er da nicht mithalten , aber im Grunde hast nat recht !

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Irgendeiner
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Frühstücksfernsehen mit Basti, da purzeln dann die

Pfunde,zu jeder Mahlzeit Basti und man wird zum Yogi.Aber er sagt diesmal,den Tag vermerken,die Wahrheit, er ist alles andere als konservativ und es ist dieses Andere vor dem mir graust.

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Lodengrün
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Jetzt

hat er die Schultüte bekommen und dankt mit seinem herzigsten Lächeln.

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Sakul1
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Abseilen..

Jetzt seilt er sich auch noch von seinen Schwarzen ab, die bisher die Plattform für seine "Machtgelüste" waren. Ja christlich war er nie, nun ist er auch nicht konservativ, was ist er dann eigentlich ? Doch scheinbar wird das alles von den Volksparteilern geduldet, die damit zeigen wie wenig ihnen die Werte ihrer Partei wichtig sind...! Was würden da wohl die wirklichen Altpolitiker der Volkspartei sagen, wären sie dazu fähig....?

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BernddasBrot
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Wissen wir schon lange...

geht s der Wirtschaft gut , geht s allen gut oder noch genauer......die Wirtschaftfreiheiten erhalten Vorrang vor allen anderen , das sind die Grundzüge des NEOLIBERALISMUS......

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rkobald
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Wie kommt er dazu .....

...... als einer der noch nie gearbeitet hat, zu dieser Aussage: Kanzler ist nicht schwieriger als andere Jobs)

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schteirischprovessa
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Einem, der mit 25 den Job eines Staatssekretärs

übernimmt, anschließend den eines Aussenministers zu unterstellen, das er nie gearbeitet hat, ist schon kügn.
Das ind beides Jobs, die sich nicht mit 38 Stunden ausgehen und wo man um 16:00 den PC abschaltet und ausstempelt.
Und nach Meinung der Mehrheit der Österreicher hat er bisher einen guten Job abgeliefert, einschließlich jenem als Bundeskanzler.

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Mein Graz
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@schteirischprovessa

Ja, es ist kühn zu behaupten, dass er nie gearbeitet hat. Vielleicht sollte ich ergänzen, dass er nie in der Wirtschaft tätig war und er deshalb mit einem "normalen" Arbeitsleben keine Vergleichsmöglichkeiten hat.

Allerdings sagte Kurz ja selbst, dass Kanzler nicht schwieriger ist als andere Jobs - und du widersprichst ihm?
Also ist wohl anzunehmen, dass der "Messias" - möglicherweise mit Hilfe von "Oben" - seinen Job in 40 Wochenstunden locker abarbeitet.

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All that Jazz
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Juveniler Realitätsverlust...

...

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UHBP
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Sebastian Kurz: "Ich bin alles andere als konservativ"

Na was ist er den dann?
Rechtspopulist auf jeden Fall.
PS: Kurz möchte auch, dass auf Österreichs Straßen keine Menschen mehr sterben und deshalb schlägt er vor, dass keine Rettungen mehr zu Unfällen fahren sollen. Weil wenn die Rettungen nicht mehr fahren dann sterben keine Menschen mehr.
Soweit die Logik unseres Bundesbasti.

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ChihuahuaWelpe56
13
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Klar, weil du neoliberal bist!

Aber sozial oder christlich sozial sind wir auf keinen Fall!

Und die Finanztransaktionssteuer: klar will man sich nicht dazu durchringen, seine Wählerschaft zu verstimmen!

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Balrog206
5
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Tja

Dann hätte er aber nicht gerade viele Stimmen ! Also irgendwo liegt hier eine Wähler Zuordnung Problem !

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Pollheim
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Stimmt!

Kurz ist nicht konservativ. Er hat keine Werte sonder vertritt nur jene seiner Sponsoren. Alleine das sich die Menschen in Österreich zu wenig für den Kapitalmarkt interessieren und er das ändern will, zeigt davon welch Geistes Kind er ist. 🤦‍♂️

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Mein Graz
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"...dass er "klarerweise für Seenotrettung" sei, aber solange die Seenotrettung "mit einem Ticket nach Mitteleuropa" verbunden sei, lehne er das ab"

Na klar ist er für die Seenotrettung - so lange da keine Menschen gerettet werden, die nicht aus Europa stammen.
"Schallenberg hatte am Montag die Position Anschobers als für die Republik nicht relevant bezeichnet". Interessant. Und wenn einer aus den eigenen Reihen einen Ton von sich gibt, der nicht ins Gesamtorchester - sehr wohl aber dem "Messias" - passt dann wird dieser Ton aufgegriffen und das ganze Orchester neu gestimmt.

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Mein Graz
17
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Auf die Frage, ob er schon als Teenager konservativ gewesen sei, antwortete der ÖVP-Chef: "Ich glaube, ich bin alles andere als konservativ". Er sei keiner gewesen, der mit Schlips in die Schule kam, noch sei er auf Partys gewesen, wo diese eingeladen waren.

Da hat wohl einer noch immer nicht begriffen, was "Konservativ" in der Politik bedeutet.
Und damit auch der kleine Basti es versteht, hier aus dem Politlexikon für junge Leute:

"Das lateinische conservare heißt so viel wie bewahren, erhalten. Unter Konservatismus versteht man deshalb die Bewahrung der momentanen Zustände. Was sich bisher bewährt hat, soll beibehalten werden. Bevor Neuerungen erwogen werden, muss erwiesen sein, dass diese auch zu einer Besserung führen. Neben Liberalismus und Sozialismus entstand der Konservatismus (oder Konservativismus) als dritte große politische Strömung des 18. und 19. Jahrhunderts. Es gibt den Struktur- und den Wertkonservatismus. Strukturkonservatismus heißt, dass Strukturen, Organisationen und Institutionen weitgehend gleich bleiben sollen. Wertkonservatismus bedeutet ein Festhalten an alten Werten.
In vielen Ländern gibt es konservative Parteien. Diese Parteien vertreten das Konzept des Konservatismus. Dazu zählen die Conservatives in Großbritannien, die CDU/CSU in Deutschland oder die ÖVP in Österreich."

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Bulgakov
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Konservativ

Ich glaub schon, er weiß daß er wertkonservativ ist und was es bedeutet. Aber wie das halt grad so en vogue ist, dehnt und dreht man die Begriffe.

Seine Marke, die er verkaufen will ist: alles neu, frisch, modern, glatt und eindeutig und er der perfekte Posterboy dazu, nach dem Motto: wertekonservativ ist das neue Modern. Der durch Werbung auf Oberfläche trainierten Wählerschaft fällt der Widerspruch gar nicht auf.

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