AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Verteidigungsminister verschärft Kritik"Das Bundesheer steht am Rande seines Grabes"

Verteidigungsminister Thomas Starlinger steigert noch einmal seine Warnungen bezüglich der budgetären Situation des Bundesheeres. Seine "Totengräber", gefährdeten massiv die Sicherheit der Bevölkerung und Arbeitsplätze.

Verteidigungsminister Thomas Starlinger
Verteidigungsminister Thomas Starlinger legt nach: "Das Bundesheer steht am Rande seines Grabes" © APA/HANS PUNZ
 

Verteidigungsminister Thomas Starlinger hat seine Warnungen bezüglich der budgetären Situation des Bundesheeres noch einmal gesteigert und dabei Kritik an den Verantwortlichen in der Politik geübt, ohne aber jemanden namentlich zu nennen. Das Bundesheer stehe "am Rande seines Grabes" und seine "Totengräber" gefährden nicht nur massiv die Sicherheit der Bevölkerung, sondern auch Arbeitsplätze, sagte er.

In den nächsten Wochen werde über das endgültige Schicksal des Bundesheeres entschieden werden, sagte Starlinger bei einer Delegiertenversammlung der Offiziersgesellschaft in St. Pölten am Samstag. Aufgrund des massiven Investitionsrückstaus (zehn Milliarden Euro im Bereich der Ausrüstung und 1,7 Milliarden im Bereich der Infrastruktur) "steht das Bundesheer am Rand seines Grabes". Und aufgrund des 6+0 Ausbildungssystems bei den Grundwehrdienern seien die Milizverbände nicht einsatzbereit.

"Desaströser Zustand"

Trotzdem sei der "desaströse Zustand" das Bundesheeres noch nicht in das Bewusstsein der politischen Entscheidungsträger gelangt. Es werde argumentiert, dass es eh nicht so schlimm sei und das Bundesheer auch in Zukunft irgendwie funktionieren werde. "Die Totengräber des Österreichischen Bundesheeres geben im Vorfeld der Koalitionsverhandlungen bereits von sich, dass es ausreichend ist, dem österreichischen Bundesheer 400 Millionen Euro pro Jahr mehr zu geben und dass 6+2 ohnehin kein Thema mehr sei", so Starlinger.

Sicherheitskonjunkturpaket gefordert

"Die Totengräber gefährden dabei nicht nur massiv die Sicherheit der österreichischen Bevölkerung, sie gefährden dabei auch österreichische Arbeitsplätze", legte der Minister noch kräftig nach. Er forderte ein Sicherheitskonjunkturpaket, mit dem auch gegen die drohende Konjunkturschwäche angekämpft werden solle.

Wenn der politische Wille für eine ordentliche Ausstattung des Heeres nicht vorhanden sei, sollte man auch den Mut haben, der Bevölkerung die Konsequenzen laut und klar zu sagen. Dann solle aber auch der Artikel 79 der Bundesverfassung entsprechend abgeändert und die militärische Landesverteidigung und damit auch der Schutz für die österreichische Bevölkerung herausgestrichen werden, so Starlinger

Namensänderung auf "Technisches Hilfswerk"

"Die Namensänderung von 'Österreichisches Bundesheer' auf 'Technisches Hilfswerk' sollte ehrlicherweise parallel dazu durchgeführt werden", sah Starlinger das Bundesheer "gerade die Mutter aller Schlachten schlagen" und ersuchte die Anwesenden um ihre "tatkräftige Unterstützung" dabei.

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.

GordonKelz
2
4
Lesenswert?

WANN....

....beginnt die Regierung endlich mit den zuständigen Staaten zu verhandeln unsere Verfassung derart zu ändern, das wir aus finanziellen Gründen und der Einbettung in Europa,von einem KAMPFHEER absehen und in eine Schutztruppe insbesondere in Katastrophenfällen umwandeln!
Gordon Kelz

Antworten
SoundofThunder
2
4
Lesenswert?

🤔

Und sein Vorgänger hat von alledem nichts gewusst.Hauptsache war dass er medienwirksam Paraden abnehmen konnte.

Antworten
PiJo
2
4
Lesenswert?

sein Vorgänger

SoundofThunder
nach ihrer Theorie müssten sie aber den Bundespräsidenten kritisieren, der ist der Oberbefehlshaber des Heeres und nimmt auch Paraden ab .

Antworten
SoundofThunder
3
4
Lesenswert?

🤔

Der Bundespräsident kann über das Budget nicht verhandeln. Das macht die Regierung. Und Kunasek war Verteidigungsminister. Was hat er gemacht? Nix!

Antworten
PiJo
0
6
Lesenswert?

Was hat er gemacht?

Müsste lauten "Was haben die .. gemacht " seit 2007 bis 2016 waren SPÖ Minister Kunasek die letzten 2 Jahre , die haben das Heer kaputtgespart. Finanzminister , die das Budget verhandeln waren seit 2007 ÖVP Minister.

Antworten
Shiba1
0
9
Lesenswert?

Der Herr Starlinger hat ja recht!

Interessant ist aber - in seinem wie in vielen anderen Fällen: den Mund macht er am Ende seiner Karriere knapp vor der Pensionierung auf, wo das berufliche Fortkommen als/zum General nicht mehr gefährdet ist. U.a auch diese Haltung vieler Verantwortungsträger im BH hat nicht unwesentlich zur derzeitigen Misere ihren Beitrag geliefert.

Antworten
georgXV
0
2
Lesenswert?

unsere Zwergenarmee leistet sich 160 (mehr oder weniger) Generäle und Brigadiere !!!

die allermeisten dieser Parteisoldaten (Ausnahmen bestätigen die Regel) zählen nur die Tage bis zu ihrer bestens bezahlten Pensionierung, anstatt sich konstruktiv um Sachthemen und Problemlösungen zu kümmern.

Antworten
PiJo
0
9
Lesenswert?

Häuptlinge

Es wird nie darüber diskutiert das es zu viele Häuptlinge und zu wenig Indianer im Heer gibt. Jetzt nach den vielen Naturkatastrophen von einem "Technischen Hilfswerk" zu sprechen ist wohl zu kurz gedacht, diese Aufgabe hat das Bundesheer auch schon 1966 in Kärnten mit Auszeichnung bewältigt und hat auch deshalb einen hohen Stellenwert in der Bevölkerung. Die "Indianer" sind an der Front zum arbeiten , die Häuptlinge in den Medien.

Antworten